• 03.12.2019, 12:19:53
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  • OTS0124

PISA – Hammerschmid: Bildung politisch ins Zentrum rücken

„Mehr tun für Chancengerechtigkeit, Leseförderung und Bildungsmotivation“

Utl.: „Mehr tun für Chancengerechtigkeit, Leseförderung und
Bildungsmotivation“ =

Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid sind
die „wenig berauschenden“ Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie „ein
klarer Handlungsauftrag an die Politik und vor allem auch an die
nächste Regierung, Bildung politisch ins Zentrum zu rücken“. „Auch
wenn man Bildungssysteme nicht eins zu eins umlegen kann und soll:
Die herausragenden Ergebnisse in einigen asiatischen Regionen zeigen,
was möglich ist, wenn Bildung gesellschaftlich und politisch einen
hohen Stellenwert hat“, so Hammerschmid. Sie fordert mehr
Anstrengungen für Chancengerechtigkeit in der Schule und einen Fokus
auf Leseförderung und Lesemotivation. ****

Hammerschmid sieht zwei besondere Herausforderungen: „Wir brauchen
mehr Einsatz für Chancengerechtigkeit. Noch immer ist in Österreich
der Bildungshintergrund der Eltern besonders stark entscheidend für
den Bildungserfolg der Kinder – sowohl bei Kindern mit
Migrationshintergrund als auch bei jenen mit deutscher Muttersprache.
Das dürfen wir nicht akzeptieren, sondern müssen gegensteuern.“ Ein
rascher Ausbau der Ganztagsschulen, mehr Mittel für Schulen mit
besonderen Herausforderungen – Stichwort Chancenindex – sowie mehr
Unterstützungspersonal für die Schulen sind für Hammerschmid die
wichtigsten Maßnahmen. „Diese müssen auch Teil eines künftigen
Regierungsprogramms sein.“

„Luft nach oben“ gebe es auch beim Thema Lesen. „Die Anstrengungen,
die im Schulsystem in den letzten Jahren für die Leseförderung
unternommen wurden, werden offenbar von gesamtgesellschaftlichen
Entwicklungen und der zunehmenden Smartphone-Nutzung schon bei
jüngeren Kindern konterkariert“, sagt Hammerschmid. „Hier müssen wir
neue Wege gehen, um Lesen wieder attraktiver zu machen – nämlich
durchaus im Zusammenhang mit der Digitalisierung. PCs, Tablets und
Smartphones sind SchülerInnen heute oft vertrauter als Bücher – wir
müssen diese also nutzen, um die Freude am Lesen wieder zu erhöhen.
Denn Lesekompetenz ist ein Schlüssel zu fast allen Wissensbereichen.“
(Schluss) mb/ah/mp

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