• 03.12.2019, 10:01:44
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  • OTS0060

Anstieg der Immobilienpreise schwächt sich österreichweit ab

Weiterhin hohe Preissteigerungen in Wien

Utl.: Weiterhin hohe Preissteigerungen in Wien =

Wien (OTS) - Die aktuelle Ausgabe der Immobilienmarktanalyse der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zeigt eine merkliche
Verlangsamung des Preisanstiegs für Wohnimmobilien im dritten Quartal
2019 österreichweit auf 5,2 Prozent (im Jahresvergleich) – nach einem
Plus von 7,3 Prozent im zweiten Quartal. In Wien verringerte sich die
noch im zweiten Quartal außergewöhnlich starke Preisdynamik auf +7,6
Prozent. Im Bundesgebiet ohne Wien setzte sich das seit Jahresmitte
2018 beobachtete Nachlassen des Preisauftriebs fort: minus 2
Prozentpunkte auf +1,8 Prozent im dritten Quartal (gegenüber dem
zweiten Quartal). Allerdings verzeichneten sowohl in Wien (+8,2
Prozent) als auch im restlichen Bundesgebiet (+3,8 Prozent) die
Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen einen überdurchschnittlich
starken Zuwachs.

Abweichung der Preise von Fundamentalfaktoren hoch, jedoch nicht
weiter zunehmend

Der Fundamentalpreisindikator der OeNB für Wohnimmobilien in Wien
deutet im dritten Quartal 2019 auf eine Abweichung der Preise von den
Fundamentalfaktoren um 26 Prozent hin. Österreichweit liegt dieser
Wert bei 14 Prozent. In einer längerfristigen Perspektive kann die
Preisentwicklung bei Wohnimmobilien – insbesondere in Wien – in
zunehmenden Maß nicht durch Fundamentalfaktoren erklärt werden.

Wohnbau auch 2019 sehr dynamisch, aber Rückgang bei Baubewilligungen

Seit dem Jahr 2017 beginnt sich die Lage auf dem österreichweiten
Wohnimmobilienmarkt durch die stärkere Ausweitung der Bauleistung und
die schwächere Nachfrage langsam zu entspannen. Die
Wohnbauinvestitionen stiegen im Jahr 2018 um 6,2 Prozent. In den
ersten drei Quartalen 2019 wurde die Dynamik mit durchschnittlich
+5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum annähernd beibehalten.
Damit hat die Bauwirtschaft auf den sich seit Jahren aufbauenden
Nachfrageüberhang reagiert. Die seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2017
sinkende Anzahl an Baubewilligungen deutet jedoch auf ein
bevorstehendes Ende des Baubooms hin.

Leichte Zunahme des Wachstums der Wohnbaukredite an Haushalte

Das Wachstum der Wohnbaukredite an private Haushalte hat sich im
dritten Quartal 2019 leicht beschleunigt und betrug im September 2019
5,2 Prozent (im Vorjahresvergleich). Zwar wurden die
Kreditrichtlinien für die Aufnahme von Wohnbaukrediten im dritten
Quartal 2019 weiter leicht verschärft, die Kreditzinsen sanken aber
und waren im September 2019 mit 1,54 Prozent um 29 Basispunkte
niedriger als vor Jahresfrist.

Der Anteil variabel verzinster Kredite (Zinsbindungsfrist bis 1 Jahr)
am Neukreditgeschäft lag im Durchschnitt der letzten zwölf Monate bis
September 2019 bei 44,4 Prozent (gegenüber 44,7 Prozent im
Vergleichszeitraum des Vorjahres). Der Fremdwährungsanteil an den
Wohnbaukrediten betrug im September 2019 10,7 Prozent und damit um
1,5 Prozentpunkte weniger als vor Jahresfrist.

Immobilien aktuell ist auf der Website der OeNB verfügbar:
www.oenb.at/Publikationen/Volkswirtschaft/immobilien-aktuell.html

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