• 26.11.2019, 11:31:39
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Sidl: Keine Massenimporte von ukrainischen Antibiotika-Hendln

Pfusch-Abkommen zwischen EU und Ukraine zu Lasten der KonsumentInnen

Utl.: Pfusch-Abkommen zwischen EU und Ukraine zu Lasten der
KonsumentInnen =

Wien (OTS/SK) - Das EU-Parlament stimmt heute, Dienstag, über eine
Änderung im Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine ab.
Es geht um die Menge an Geflügelfleisch, die in die EU importiert
werden darf. Aufgrund einer Lücke im Abkommen haben ukrainische
Geflügelkonzerne und Oligarchen zehntausende Tonnen Hühnerfleisch in
die EU verkauft. Mit einem Knochen in der Hühnerbrust wurde EU-Recht
außer Kraft gesetzt, dieses Produkt in die EU importiert und dann -
ohne Knochen - als europäische Hühnerbrust weiterverkauft. „Es ist
mir völlig unverständlich, dass bei dem Abkommen so gepfuscht wurde.
Wir reden in der Klimafrage von einer Stärkung der regionalen
Landwirtschaft, von kürzeren Wegen und weniger Umweltgiften. Dann
darf es so eine Vereinbarung nicht geben“, ärgert sich
EU-Abgeordneter Günther Sidl. ****

Die EU-Kommission will nun, dass in Zukunft 70.000 Tonnen an
importierten Hühnerfleisch erlaubt sind - statt 20.000. Wenn die nun
vorliegende Änderung scheitert, dürfte bis zu einem neuen Abkommen
sogar unbegrenzt aus der Ukraine importiert werden. „Da steht man als
Abgeordneter vor der Wahl zwischen Pest oder Cholera. Zustimmen geht
bei einer Erhöhung von 20.000 auf 70.000 Tonnen auf keinen Fall und
eine Ablehnung bedeutet eine Überschwemmung unserer heimischen
Märkte“, so Sidl und ergänzt: "Die Hühner leben in der Ukraine unter
furchtbaren Bedingungen in riesengroßen Produktionsstätten, oft ohne
Tierschutzstandards und mit einem völlig überhöhten
Antibiotika-Einsatz. Innerhalb der EU haben wir Gesetze, um zu
verhindern, dass Antibiotika als Ausgleich für schlechte Bedingungen
in der Tierzucht eingesetzt werden. Zusätzlich werden Futtermittel
verwendet, die gentechnisch verändert sind und Rückstände von
Umweltgiften enthalten. Sogar solche, die bei uns verboten sind“

Daher ist für Günther Sidl klar: „Es ist meine Aufgabe als
EU-Abgeordneter die KonsumentInnen hier zu schützen und für mehr
Transparenz auf unseren Tellern zu sorgen. Außerdem ist die
Klima-Bilanz der Importe katastrophal. Wir wollen keine
Massen-Importe von ukrainischen Antibiotika-Hendln“. (Schluss) mb/mp

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