- 23.11.2019, 20:05:37
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Greenpeace-AktivistInnen besetzen OMV-Versorgungsschiff in Neuseeland
Auch österreichische Aktivistin beteiligt – OMV gefährdet mit Bohrungen Wale und Delfine
Utl.: Auch österreichische Aktivistin beteiligt – OMV gefährdet mit
Bohrungen Wale und Delfine =
Timaru/Wien (OTS) - Rund 30 Greenpeace-AktivistInnen besetzen seit
heute Abend europäischer Zeit ein Schiff in Neuseeland, das für
geplante Öl- und Gasbohrungen der OMV eingesetzt werden soll. Auch
eine Österreicherin protestiert auf dem Schiffsmast. Die
Umweltschützerin entrollte ein Transparent mit der Aufschrift „OMV,
raus aus Neuseeland“. Weitere AktivistInnen ketteten sich an das
Schiff, um es daran zu hindern, den Hafen zu verlassen. Die OMV ist
das letzte internationale Unternehmen, das in neuseeländischen
Gewässern nach Öl- und Gas bohren will. Damit gefährdet der
österreichische Konzern vom Aussterben bedrohte Maui-Delfine, sowie
seltene Blauwale, Buckelwale und Neuseeländische Seelöwen. Die
Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von der OMV, die
geplanten Bohrungen fallen zu lassen.
„Ich bin heute hier, um mich gegen die geplanten Öl- und Gasbohrungen
der OMV einzusetzen. So möchte ich vor Ort den betroffenen
Meerestieren wie Maui-Delfinen und Blauwalen eine Stimme geben“,
erklärt die 25-jährige Österreicherin Magdalena Bischof. „Es kann
nicht sein, dass sich die österreichische OMV hierzulande als
verantwortungsvolles Unternehmen präsentiert und am anderen Ende der
Welt bedrohte Tiere gefährdet.“ Das Versorgungsschiff „Skandi
Atlantic“ stand kurz davor, den Hafen zu verlassen, um eine rund
34.000 Tonnen schwere Bohrinsel zu erreichen. Mit dieser Plattform
will die OMV vor der Küste Taranakis in den nächsten Wochen Bohrungen
durchführen. Anfang nächsten Jahres plant die OMV im Great South
Basin Tiefseebohrungen in über 1.000 Metern. In einer vergleichbaren
Tiefe bohrte auch der britische Konzern BP mit der Deepwater Horizon
nach Öl – und löste dabei im April 2010 eine der bisher größten
Ölkatastrophen aus. „Ohne Versorgungsschiff kann die OMV nicht mit
den Bohrungen starten. Daher verharren die Aktivistinnen so lange wie
möglich auf dem Schiff, um die Abfahrt zu verzögern“, erklärt Lukas
Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in Österreich. „Die OMV hat
bereits mehrere Ölunfälle in Neuseeland verursacht. Greenpeace wird
nicht zusehen, wie die OMV still und heimlich ihre klimaschädlichen
Pläne umsetzt und die artenreiche Region bedroht.“
Die OMV ist laut eigenen Angaben bereits seit 20 Jahren in Neuseeland
tätig. Erst vor wenigen Tagen kündigte der Mineralölkonzern an, in
Neuseeland zu einem „reinen Gasproduzenten” zu werden – ein reines
Ablenkungsmanöver, laut Greenpeace. Denn die OMV verschweige die
geplanten Öl- und Gasbohrungen in Taranki und dem Great South Basin.
Auch ist Gas keine klimafreundliche Alternative zu Öl. Bei der
Förderung und dem Transport von Gas kann durch undichte Stellen
Methan entweichen. Methan ist 28 Mal klimaschädlicher als CO2.
„Millionen Jugendliche gehen auf die Straßen und protestieren für
bessere Klimaschutzmaßnahmen, weil Regierungen und Unternehmen keine
Verantwortung für unseren Planeten übernehmen. Ich will meinen
Beitrag für den Klimaschutz leisten und konfrontiere daher heute die
OMV. Sie darf nicht länger ignorieren, dass die Verbrennung fossiler
Energien der Vergangenheit angehören muss“, so Bischof.
Bildmaterial
finden Sie unter: http://bit.ly/Aktion-NZ_Fotos
Die Fotos stehen unter Angabe der Fotocredits (im Dateinamen)
kostenlos zur Verfügung.
Ein Factsheet zum Thema
finden Sie unter: http://bit.ly/Aktion-NZ_Medienbriefing
Magdalena Bischof steht in Neuseeland für Interviews zur Verfügung.
Anfragen richten Sie bitte an Julia Karzel, +43 (0) 664 61 26 725.
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