• 14.11.2019, 11:22:35
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Landau, Küberl, Schüller zum Welttag der Armen am 17. November: Zusammenhalt und Zuversicht für ein gutes Miteinander in Österreich!

Caritas Präsidenten folgen Aufruf von Papst Franziskus und appellieren an künftige Bundesregierung: Einsatz gegen Hunger und Klimakrise verstärken, Armut in Österreich bekämpfen!

Utl.: Caritas Präsidenten folgen Aufruf von Papst Franziskus und
appellieren an künftige Bundesregierung: Einsatz gegen Hunger
und Klimakrise verstärken, Armut in Österreich bekämpfen! =

Wien (OTS) - Anlässlich des 3. Welttags der Armen rufen zwei
ehemalige und der amtierende Präsident der Caritas Österreich zu
Zusammenhalt und Zuversicht in Österreich auf. Helmut Schüller, Franz
Küberl und Michael Landau appellieren an die künftige
Bundesregierung, nicht auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu
vergessen und gleichzeitig im internationalen Kontext mehr
Verantwortung für Klimaschutz und für die Hilfe vor Ort zu
übernehmen.

Politik des Zusammenhalts statt einer Rhetorik der Angst

Papst Franziskus hat den Elisabethsonntag auch als „Welttag der
Armen“ ausgerufen, um jene Menschen ins Zentrum zu stellen, die Not
leiden. „Diese Not ist ein Stück Realität, in Österreich und
weltweit. Auch heute gibt es Armut und Ausgrenzung“, so Helmut
Schüller, ehemaliger Caritas Präsident und weiter: „Papst Franziskus
hält dieser Verachtung zum diesjährigen Welttag der Armen die
Nächstenliebe entgegen, ein Grundgerüst unseres Glaubens. Wer glaubt,
geht auf arme, einsame und verzweifelte Menschen zu. Wer glaubt,
schenkt ihnen neue Hoffnung. Als Gläubige und als Menschen tragen wir
nicht nur Verantwortung für uns selbst, sondern auch füreinander. Das
bedeutet: Hoffnung zu stärken und Menschen Mut zu machen. Wir würden
uns von der nächsten Bundesregierung wünschen, nicht mit Ängsten zu
spielen, sondern mit einer Politik des Zusammenhalts Antworten auf
drängende Fragen zu buchstabieren.“

Armut ist auch in Österreich Realität

In Österreich sind laut Statistik Austria 1,2 Millionen Menschen von
Armut betroffen oder armutsgefährdet. 367.000 Menschen gelten als
manifest arm, 140.000 leben in Wohnungen, die sie nicht angemessen
warm halten können. Caritas Präsident Michael Landau: „Österreich
steht im internationalen Vergleich noch immer sehr gut da. Doch wir
sehen in unserer täglichen Arbeit: Armut ist auch in unserem Land
Realität. Die kommende Bundesregierung wird dafür sorgen müssen, dass
Menschen in Not von einem sozialen Netz tatsächlich aufgefangen
werden und faire Chancen haben. Aus Sicht der Caritas wird es wichtig
sein, leistbaren Wohnraum sicherzustellen, Rahmenbedingungen zu
schaffen, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, in Bildung zu
investieren und Mängel der neuen Sozialhilfe rasch zu beheben.“ Und
Landau weiter: „Der österreichische Sozialstaat ist eine große
Errungenschaft, für die wir weltweit Beachtung finden. Und das ist
gut und richtig so. Doch uns muss noch viel mehr als in der
Vergangenheit die Frage beschäftigen, wie wir diesen Sozialstaat
zukunftstauglich ausgestalten können. Kinderarmut und Altersarmut
müssen sinken. Daran ist Maß zu nehmen. Ich bin überzeugt: Wir können
uns einen funktionierenden Sozialstaat leisten. Was wir uns nicht
leisten können, ist ohne ihn zu sein.“

Klimakrise als Hungertreiber

Der Blick über den Tellerrand macht deutlich: Viel wurde im Kampf
gegen den globalen Hunger in den vergangenen Jahren erreicht. Doch
noch immer hungern weltweit 821 Millionen Menschen. Alle 10 Sekunden
stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger. Und: Erstmals seit langem
ist die Zahl der hungernden Menschen weltweit wieder gestiegen. Franz
Küberl, ehemaliger Präsident der Caritas: „Das ist eine Katastrophe,
die sich aufgrund der Klimakrise in ihrer schrecklichen Dimension
noch verschärfen wird. Wenn Kinder und Frauen hungern und an der
Klimakrise leiden, die sie selbst nicht verursacht haben, dann ist
das nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern auch eine
menschliche Tragödie und eine große Ungerechtigkeit. Österreich muss
hier endlich Verantwortung übernehmen und – schon aus Eigeninteresse
– etwa mit Investitionen in die örtliche Wirtschaft, beispielsweise
in Kleinunternehmen, mehr Perspektiven vor Ort schaffen. Bei der
Humanitären Hilfe sind es gerade mal 3 Euro pro Kopf, die von
Österreich investiert werden. Zum Vergleich: In Deutschland sind es
25 Euro pro Kopf für Menschen in Not, in der Schweiz 34, in Schweden
42 und in Dänemark 52 Euro. Dabei wären Investitionen gegen den
Hunger jetzt wichtiger denn je: Denn die Klimakrise verschärft
weltweiten Hunger – daher müssen wir jetzt handeln!“

Hilfe > Armut

In 36 Sozialberatungsstellen stehen in ganz Österreich Caritas
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen in Not mit kompetenter
Beratung zu Themen wie Arbeit, Wohnen oder Familie zur Seite. 12
Mutter-Kinder-Häuser bieten 447 Wohnplätze. Und 42
Obdachloseneinrichtungen mit 2.137 Schlafplätzen bieten Menschen am
Rande der Gesellschaft Zuflucht und neue Hoffnung. 350 Startwohnungen
helfen beim Neuanfang.
Möglich ist diese Hilfe nur dank der Unterstützung von Spenderinnen
und Spendern:
• 20 Euro schenken einer armutsbetroffenen Jungfamilie die
Erstausstattung für ihr Baby.
• 30 Euro helfen Menschen in Notsituationen mit Heizkostenzuschüssen
und Energieberatung.
• 70 Euro spenden einem obdachlosen Menschen schneefeste Winterschuhe
und Thermosocken.

Bitte helfen auch Sie:

Erste Bank: IBAN AT23 2011 1000 0123 4560, BIC GIBAATWWXXX
Kennwort: Inlandshilfe
Online-Spendenkonto: https://www.caritas.at/inlandshilfe

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