- 13.11.2019, 09:56:24
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Weltdiabetestag: ÖÄK fordert Fokus auf Prävention
Mehr Prävention und Aufklärung können den rasanten Vormarsch der Volkskrankheit Diabetes eindämmen und die Gesundheitskosten erheblich reduzieren, sagt ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres.
Utl.: Mehr Prävention und Aufklärung können den rasanten Vormarsch
der Volkskrankheit Diabetes eindämmen und die
Gesundheitskosten erheblich reduzieren, sagt ÖÄK-Präsident
Thomas Szekeres. =
Wien (OTS) - Diabetes ist in Österreich weiter auf dem Vormarsch –
und das gegen den internationalen Trend. Schon heute leiden darunter
etwa acht Prozent der Bevölkerung, 2030 sollen nach vorsichtigen
Schätzungen schon 800.000 Österreicherinnen und Österreicher
betroffen sein. „Wir sehen uns hier einer Volkskrankheit epidemischen
Ausmaßes gegenüber“, betont Thomas Szekeres, Präsident der
Österreichischen Ärztekammer, im Vorfeld des morgigen
Weltdiabetestages.
Besorgniserregend ist dabei, dass rund 90 Prozent der Betroffenen
unter Typ-2-Diabetes leiden, der vor allem durch Übergewicht,
Fettleibigkeit sowie Bewegungsmangel begünstigt wird. Zudem sind auch
immer mehr Kinder und Jugendliche mit der Diagnose Diabetes
konfrontiert. Weil auch der Anteil an stark übergewichtigen Kindern
im Steigen begriffen ist, kommt es bereits zu Typ-2-Diabetes im
Kindesalter. „Schon in den Schulen muss daher diesem Trend durch
Vorbeugung und Aufklärung entgegengewirkt werden“, betont Szekeres:
„Dafür braucht es einen großen Köcher an Maßnahmen: Wir benötigen
genügend Schulärzte, die mit Gesundheitschecks sowie Ernährungstipps
und -plänen gegensteuern können. Wir brauchen einen höheren
Stellenwert des Sportunterrichts, einen fächerübergreifenden
Gesundheitsunterricht, der Hand in Hand mit einem Aufklärungsprogramm
für die Eltern geht, und wir brauchen gesunde Schulküchen und
Schulbuffets mit einem ausgewogenen und gesunden Sortiment.“
„Prävention und Aufklärung sind essentielle Bestandteile einer
zukunftsorientierten und vorausschauenden Gesundheitspolitik“, betont
der ÖÄK-Präsident. „Dadurch lassen sich nicht nur der gesundheitliche
Standard und die Lebenserwartung anheben, sondern auch
Gesundheitskosten erheblich reduzieren.“ Die Zahlen sprechen für
sich: Die Gesundheitsausgaben für Menschen mit Diabetes mellitus
liegen je nach Vorhandensein von Folgekrankheiten um 30 bis 400
Prozent über jenen von Nichtdiabetikern. Die direkten Kosten des
Diabetes und seiner Folgekrankheiten in Österreich werden auf 4,8
Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. „Investitionen in Aufklärung und
Prävention sind unverzichtbar, um den rasanten Fortschritt dieser
neuen Volkskrankheit einzudämmen und die Kosten zu reduzieren. Denn
Diabetes geht uns alle etwas an – nicht nur am Weltdiabetestag“, sagt
Szekeres.
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