• 04.11.2019, 21:30:02
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  • OTS0169

Oö. Volksblatt: "Amazonien-Debatte" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 5. Oktober 2019

Utl.: Ausgabe vom 5. Oktober 2019 =

Linz (OTS) - Es wäre keine große Überraschung, wenn Kardinal
Christoph Schönborn auch noch die Frühjahrs-Vollversammlung der
Bischofskonferenz leiten würde — auch wenn er im Jänner 2020 mit
Vollendung des 75. Lebensjahres In Rom seinen Rücktritt einreicht.
Bei Bischofsernennungen drückt man im Vatikan nicht unbedingt aufs
Tempo, die Diözese Gurk-Klagenfurt etwa wird nach der Versetzung von
Alois Schwarz nach St. Pölten seit fast eineinhalb Jahren
interimistisch geleitet. In St. Pölten wiederum hatte Klaus Küng nach
seinem eingereichten Rücktritt noch drei Jahre die Diözese geführt.
Ungeachtet der Zeitfrage wird die Schönborn-Nachbesetzung jedenfalls
eine spannende Personalie, ist sie doch ein Fingerzeig Roms dafür, in
welche Richtung sich die Katholische Kirche in Österreich entwickeln
soll. Die Bestandsaufnahme von Schönborn ist realistisch: „Wir haben
zu wenige Priester, aber auch zu wenige Gläubige“, sagte er im ORF,
um gleichzeitig einen Vergleich mit dem Priestermangel in Amazonien
abzulehnen. Dessenungeachtet wird die Amazonien-Debatte — sprich
Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt — auch in Österreich
intensiv geführt, immer weniger Priester für immer größere
Seelsorgeräume geben ihr genug Nahrung.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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