- 01.11.2019, 10:15:02
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- OTS0013
Ärztekammer begrüßt Zarfl-Vorstoß und fordert Aufwertung von Schulärzten
Unverständnis über Kritik des Österreichischen Gemeindebunds - Szekeres: „Schulärzte sind für die Gesundheitsprävention besonders wertvoll“
Utl.: Unverständnis über Kritik des Österreichischen Gemeindebunds -
Szekeres: „Schulärzte sind für die Gesundheitsprävention
besonders wertvoll“ =
Wien (OTS) - Mit Unverständnis reagiert die Ärztekammer auf die
Kritik des Österreichischen Gemeindebunds gegenüber
Gesundheitsministerin Brigitte Zarfl, die im Rahmen der geplanten
Verordnung zum Paragraf 66a des Schulunterrichtsgesetzes die Aufgaben
der Schulärzte in Österreich ausweiten will. Für Ärztekammerpräsident
Thomas Szekeres ist dies „ein längst überfälliger Schritt“, denn
Schulärzte könnten durch ihre Nähe zur Jugend zu einer „Speerspitze“
in der Gesundheitsprävention werden. ****
Gudrun Weber, Schulärztereferentin der Österreichischen und Wiener
Ärztekammer, wertet ebenfalls die Verordnung der Ministerin als
„positiv“: „Die österreichischen Schulärzte sind dafür bereit und
freuen sich auf die neuen Aufgaben.“ Diese inkludieren – neben den
schon bislang getätigten jährlichen Untersuchungen der Schüler –
unter anderem auch präventive Maßnahmen, insbesondere die
Durchführung von Schutzimpfungen, deren Dokumentation sowie die
Kontrolle des Impfstatus und die Impfberatung.
Szekeres weist auf die große Dimension dieser Gesetzesänderung
hin: „Themen wie die Durchimpfungsrate oder der Jugendschutz beim
Rauchen, die uns in Österreich derzeit sehr beschäftigen, könnten
durch die Schulärzte präventiv gelöst werden.“ Er appelliert daher an
die Ministerin, die neue Verordnung raschest einzuführen, um damit
viele gesundheitliche Probleme in Österreich bereits an deren „Wurzel
zu packen“.
Nicht außer Acht gelassen werden dürfe aber die finanzielle
Komponente. Für Weber ist es „essenziell, schon vor Inkrafttreten der
Verordnung die finanziellen Rahmenbedingungen und den zeitlichen
Mehraufwand für die Schulärzte in den Gemeindeschulen festzulegen,
damit es danach in der Umsetzung keine bösen Überraschungen gibt“.
(ast)
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