Caritas-Hospiz: Für ein Leben und Sterben in Würde bis zuletzt

Caritas Erzdiözese Wien mit zahlreichen Angeboten im Hospizbereich tätig. Landau: „Für ein Leben und Sterben in Würde bis zuletzt.“ Hoher Spendenbedarf für Hospizarbeit.

Wien (OTS) - Einen Tag vor Allerheiligen zieht die Caritas der Erzdiözese Wien Bilanz über eine Vielzahl ihrer Angebote im Hospiz- und Palliativbereich. Caritas Präsident Michael Landau: „Als Caritas sind wir überzeugt: Zu einer Kultur des Lebens gehört auch eine Kultur des Sterbens und der Solidarität mit den Sterbenden. Denn jeder Sterbende ist auch ein Lebender – und zwar bis zuletzt.“ Allein auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien reichen die Angebote der Caritas vom Mobilen Hospiz, über ein Tageshospiz in Wien, dem Mobilen Kinderhospiz MOMO, bis hin zum Aufklärungsprojekt „Hospiz macht Schule“. Bei „Hospiz macht Schule“ steht etwa ein offener Umgang und Sensibilisierung für die Themen Sterben, Tod und Trauer im Mittelpunkt. Durch das kostenlose Projekt können SchülerInnen lernen, den Tod als Teil des Lebens zu verstehen. Auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien wurden in den vergangenen Jahren 850 SchülerInnen erreicht. Landau: „Mit ‚Hospiz macht Schule‘ wollen wir junge Menschen ermutigen, offen mit den Themen Tod, Abschied und Trauer umzugehen. Nicht zuletzt, weil sie häufiger mit diesen Fragen konfrontiert sind, als uns Erwachsenen lieb ist: In der Familie, im Freundeskreis, in der medialen Berichterstattung oder in Computerspielen. Es geht darum, Jugendliche im Umgang mit Verlusterlebnissen zu stärken, sie für die Bedürfnisse sterbender und trauernder Menschen zu sensibilisieren und eine wertschätzende Haltung dem eigenen und dem Leben Anderer gegenüber einzunehmen.“

Mobiles Hospiz: 2.414 Menschen im Vorjahr kostenlos begleitet
Die Caritas ist auf vielfache Weise im Hospiz- und Palliativbereich engagiert. Das Mobile Caritas Hospiz begleitet etwa schwer- und unheilbar kranke Menschen, die das letzte Stück ihres Lebensweges in vertrauter Umgebung Zuhause gehen möchten. Das Angebot ist für Betroffene und ihre Angehörigen ebenfalls kostenlos. 2018 wurden 2.414 Menschen Zuhause betreut. Das Tageshospiz in Wien zählte im Vorjahr 539 Besuche. Das Angebot ist an zwei Tagen in der Woche geöffnet und ergänzt und erweitert die Palliativ- und Hospizbetreuung Zuhause. Landau: „Möglich sind diese Angebote nur, weil sie zu einem großen Anteil von Freiwilligen getragen werden. Im Vorjahr waren 264 Freiwillige knapp 25.000 Stunden im Einsatz.“ Im Jahr 2013 gründete die Caritas der Erzdiözese Wien darüber hinaus gemeinsam mit MOKI-Wien (Mobilen Kinderkrankenpflege Wien) und der Caritas Socialis Wiens mobiles Kinderhospiz MOMO. Das multiprofessionelle Team begleitet schwerstkranke Kinder und ihre Familien über Tage, Monate und Jahre hinweg. Seit der Gründung wurden 294 schwerstkranke Kinder und ihre Familien von MOMO kostenlos begleitet. Im Jahr 2018 wurde 105 betroffenen Familien geholfen.

Hospizarbeit dringend auf Spendengelder angewiesen
Die Hospizarbeit ist dringend auf Spenden angewiesen. Landau: „Die Angebote der Caritas werden nur zu einem Teil durch die öffentliche Hand unterstützt. Niemand würde auf die Idee kommen, um Spenden zu bitten, damit ein Mensch mit einer gebrochenen Hand im Spital behandelt werden kann. Umso unverständlicher ist es, dass dies bei Menschen am Ende ihres Lebens nach wie vor erforderlich ist. Jede Spende hilft, Hospiz allen Menschen zugänglich zu machen.“

www.caritas-hospiz.at

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Kennwort „Hospiz“


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Martin Gantner
Pressesprecher der Caritas der Erzdiözese Wien
Mail: martin.gantner@caritas-wien.at
Tel: (0043) 0664/889 52 760 o. 01/878 12 221

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