- 31.10.2019, 09:57:29
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- OTS0042
Ärztekammer: Kein Anschluss der Gesundheits-Hotline 1450 an e-Medikation
Datenschutz durch telefonische Freischaltung gefährdet – Szekeres/Steinhart: „Nur qualifiziertes Personal darf über Medikamente informieren“
Utl.: Datenschutz durch telefonische Freischaltung gefährdet –
Szekeres/Steinhart: „Nur qualifiziertes Personal darf über
Medikamente informieren“ =
Wien (OTS) - Kritisch sieht die Ärztekammer den Vorschlag von
Patientenanwälte-Sprecher Gerald Bachinger, die Gesundheits-Hotline
1450 an die e-Medikation anzuschließen. Ärztekammerpräsident Thomas
Szekeres warnt vor Verletzungen des Datenschutzes und dem Missbrauch
von Patientendaten: „Die Vernetzung von 1450 und ELGA beziehungsweise
der e-Medikation lehnen wir ab!“ ****
„ELGA und e-Medikationen dürfen niemals telefonisch freigegeben
und freigeschaltet werden, das widerspricht allen
datenschutzrechtlichen Grundregeln“, betont auch Johannes Steinhart,
Vizepräsident und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte der
Ärztekammer für Wien.
Außerdem erreiche man unter 1450 keine Ärztinnen und Ärzte,
sondern Gesundheits- und Krankenpflegepersonal. „Diese Berufsgruppe
ist nicht zur Medikamentenberatung qualifiziert - das dürfen nur
Ärztinnen und Ärzte“, erklärt Steinhart.
„Die Ärzteschaft steht 1450 grundsätzlich positiv gegenüber“,
meint Szekeres, doch: „Der Eindruck, dass ein Anruf bei einer
staatlichen Hotline den Arztbesuch ersetzen kann, darf nicht
entstehen, denn das kann Patienten gefährden.“ (ast)
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