Besetzung des Café Nelsons: Mehr Lernräume für die TU Wien

Aufgrund fehlender Lernplätze entschlossen sich Architekturstudierende das Café Nelsons am Campus Karlsplatz zu besetzen

Wien (OTS) - Am späten Freitagabend, 25. Oktober 2019, ergriffen engagierte Architekturstudierende, welche unzufrieden mit der Lernraumsituation waren, die Initiative und besetzten das ehemalige Café Nelsons am Campus Karlsplatz der Technischen Universität (TU) Wien. Dieses Gebäude fungierte zuvor teilweise als Lagerraum und stand sogar über einen längeren Zeitraum leer. Am Mittwoch, den 30. Oktober 2019, wurden den Studierenden nach Verhandlungen mit dem Rektorat kurzfristig Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, woraufhin die Aktivist_innen das Nelsons verließen.

Im Zentrum einer Stadt wie Wien ist Raum Mangelware. Das bekommen natürlich die Universitäten und damit auch die Studierenden am eigenen Leib zu spüren. Wir vom Vorsitzteam der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien (HTU) kritisieren, dass die Lern- und Arbeitsplätze für Studierende schlichtweg zu wenig sind. Der daraus resultierende Aktivismus wird unsererseits begrüßt. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit der Forderung nach mehr Lernräumen. Jedoch ist die Art und Weise der vorangegangenen Kommunikation aus unserer Sicht verbesserungswürdig. „Protest an einer Universität in Form einer Besetzung sollte erst als eines der letzten Mittel genutzt werden“, meint Gregor Mayr vom HTU Vorsitzteam. Die TU Wien pflegt mit uns als HTU seit Jahren ein sehr kollegiales Verhältnis. Differenzen und Meinungsverschiedenheiten werden in der Regel schnell und konstruktiv durch persönliche Gespräche gelöst.

Wir, die HTU und unsere Fachschaften, öffnen seit Jahren unsere Büroräumlichkeiten für alle Studierenden und verzichten damit auf unsere eigene Arbeitsfläche, um mehr Lernplätze zu schaffen. Allerdings sehen wir es als Aufgabe der TU Wien, diesen Missstand zu beheben. Durch ein zeitgemäßeres und dynamischeres Raummanagement könnten leerstehende Flächen stark reduziert werden. Zusätzlich müsste die Auslastung von selten gebrauchten Bereichen durch eine effektivere Mehrfachnutzung gesteigert werden. Beispielsweise sollte es den Studierenden möglich sein, leerstehende Seminarräume zum Lernen zu verwenden. „Eine langfristige Lösung der Raumsituation ist für alle Studierenden unentbehrlich“, betont Lisa Korner vom HTU Vorsitzteam.

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Gregor Mayr

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