- 29.10.2019, 10:46:51
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youngCaritas - cityChallenge 2019: Kinder und Jugendliche im Einsatz für soziale Gerechtigkeit
Es ist eine Premiere: 900 Kinder und Jugendliche stellen sich heute in verschiedenen Caritas Einrichtungen in Österreich sozialen Fragen und helfen ganz konkret.
Utl.: Es ist eine Premiere: 900 Kinder und Jugendliche stellen sich
heute in verschiedenen Caritas Einrichtungen in Österreich
sozialen Fragen und helfen ganz konkret. =
Wien (OTS) - Fotolink: https://bit.ly/2MT8o4f
Zum ersten Mal geht heute das Projekt cityChallenge der youngCaritas
über die Bühne. 900 Kinder und Jugendliche sind einen Tag lang im
Einsatz für Menschen in Not in Österreich. Es geht darum, das
Bewusstsein der 12- bis 19-Jährigen für soziale Ungerechtigkeiten und
für Menschen in Not zu schärfen. So werden etwa Jugendliche für die
Gruft in Wien mit kleinem Budget eine gesunde Jause für obdachlose
Menschen besorgen und vorbereiten, in Vorarlberg wird für karitative
Zwecke gebastelt und in Salzburg müssen fiktive Sozialberatungsfälle
gelöst werden.
„Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Kindern und Jugendlichen, die
heute mit dabei sind“, betonte Caritas Präsident Michael Landau kurz
vor dem Auftakt der ersten cityChallenge in Wien. „Wenn es immer
wieder heißt, Kinder und Jugendliche sind Gegenwart und Zukunft einer
Gesellschaft, dann mache ich mir wenige Sorgen um unser Land. Bereits
seit vielen Jahren spüren wir, wie groß die Bereitschaft junger
Menschen ist, sich konkret für die Menschen in Not einzusetzen.
Allein im actionPool der youngCaritas engagieren sich in Österreich
2.400 Jugendliche freiwillig, sie besuchen ältere Menschen in unseren
Einrichtungen, renovieren Wärmestuben und packen dort an, wo es
notwendig ist. Dieses ‚soziale Gespür‘ muss gestärkt und gepflegt
werden. Die cityChallenge der youngCaritas bietet Jugendlichen nun
eine zusätzliche eine Möglichkeit, ihre sozialen Fähigkeiten zu
entdecken und ihr Verantwortungsgefühl zu stärken.“
„Österreichweit erreichen wir mit Angeboten der youngCaritas 100.000
Kinder und Jugendliche. Die cityChallenge ist eine neue Aktion, um
jungen Menschen soziales Wissen zu vermitteln, das sie gleich in die
Tat umsetzen können“, sagt Alice Uhl, Leitung youngCaritas Wien.
Soziale Ungerechtigkeiten erkennen und handeln!
In ganz Österreich treten heute Schülerinnen und Schüler in
Kleingruppen mit Menschen in Not in Interaktion, eignen sich im
Gespräch mit ExpertInnen der Caritas Wissen an und lösen konkrete
Aufgaben.
„Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir: Junge Menschen erkennen
soziale Ungerechtigkeiten schnell und möchten am liebsten gleich
handeln. Diese Neugier wollen wir nützen und ihnen unsere
Alltagsthemen von der Pflege bis zur Armut nahe bringen“, sagt Gregor
Jakob-Feiks von youngCaritas Österreich. „Kinder und Jugendliche sind
an sozialen Themen interessiert. Sie wollen Hintergründe und
Zusammenhänge verstehen“, ergänzt Alice Uhl von der youngCaritas
Wien.
„Die youngCaritas gibt jungen Menschen die Chance, sich in die
Gesellschaft einzubringen und aktiv zu sein. Dafür werden ständig
neue Formate entwickelt, die Jugendlichen die Möglichkeit bieten zu
lernen und Engagement zu zeigen. Und dabei unterstützen wir die
youngCaritas sehr gerne“, betont Ruth Goubran von der Erste Bank und
Sparkasse, einem langjährigen Partner der Caritas.
Challenge accepted!
„Wir haben schon viel von der Caritas gehört, aber was sie genau
macht, wissen wir nicht“, gestehen die Schülerin Dilek und der
Schüler Nazir aus Wien. Genau deshalb haben sie sich für die
cityChallenge angemeldet und freuen sich auf das Programm. Wenn sie
am Ende des Tages die Aufgaben der cityChallenge erfolgreich
absolviert haben, werden Dilek und Nazir – sowie alle
cityChallenge-TeilnehmerInnen mit Urkunden als “OpenminderInnen”
ausgezeichnet.
Highlights der ersten österreichweiten cityChallenge am 29.
Oktober 2019:
Was passiert, wenn man plötzlich obdachlos wird? Sind
Pflegewohnhäuser Hotels für Menschen im Alter 70+? Wie leben Menschen
mit Behinderung? Und was passiert mit Kleiderspenden? SchülerInnen
aus Wien, Baden und Hollabrunn suchen am 29. Oktober Antworten auf
diese und andere Fragen. Bei der youngCaritas cityChallenge blicken
die TeilnehmerInnen hinter die Kulissen von sozialen Themen und lösen
im Team Aufgaben durch Mut und Engagement.
Bei der cityChallenge in der St. Pölten & Niederösterreich West
helfen junge Menschen beispielsweise im Sozialmarkt SoMa mit oder
arbeiten in einer Tagesstätte gemeinsam mit Menschen mit psychischen
Erkrankungen.
15 Klassen haben sich in Oberösterreich für die City Challenge der
youngCaritas angemeldet. Rund 300 SchülerInnen werden jeweils einen
Tag lang, von 29.10 bis 29.11.2019, mit der Rätselapp „Actionbound“
durch Linz oder Wels geschickt, um Orte für Menschen in Not
kennenzulernen und sich danach konkret für ein Hilfsprojekt zu
engagieren: Sowohl Kochen für das Helpmobil als auch das Renovieren
von Krankenzimmern stehen am Programm.
Mit Nachhaltigkeit und sozialer Benachteiligung setzen sich
Jugendliche bei der cityChallenge in Salzburg auseinander. Im
Carlavelorep, einer Fahrradwerkstätte für junge Menschen ohne
Beschäftigung, werden die TeilnehmerInnen beispielweise ihr Geschick
unter Beweis stellen müssen. Im Albertus Magnus Haus, einer
Einrichtung für Menschen mit chronisch-psychischen Erkrankungen, wird
gemeinsam mit den BewohnerInnen gebastelt.
In der Steiermark startet die youngCaritas mit vier Einrichtungen in
die erste cityChallenge: Mit dabei sind die Winternotschlafstelle in
Graz, der Carla Shop Sortierstraße und das Projekt KAMBUKE - ein
Projekt zur Eingliederung von Roma und Romnia in den Arbeitsmarkt.
Und in der Auslandshilfe der Caritas Steiermark lösen die
Schülerinnen und Schüler Aufgaben rund um langjährige Projekte in
Afrika.
In Kärnten werden sich die Jugendlichen mit den Themen Armut und
Obdachlosigkeit auseinandersetzen. Über die Rätselapp Actionbound
müssen in einer Obdachloseneinrichtung und im CarlaShop Aufgaben
gelöst und Herausforderungen bewältigt werden.
In Innsbruck begeben sich die SchülerInnen auf eine Schnitzeljagd
durch Caritaseinrichtungen und erhalten Einblicke in die Jugendarbeit
und Lernhilfe der Caritas, in das Leben von Menschen mit Behinderung
oder in die Situation von wohnungslosen Menschen.
In Vorarlberg können sich die Jugendlichen an mehreren Standorten im
Raum Bludenz sozialen Herausforderungen stellen. Mit dabei sind das
Zäwas, ein Treffpunkt für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung und
eine Suppenbar in der Innenstadt, das Sprungbrett-Lädele, wo man sich
kreativ bei der Herstellung von kleinen Verkaufsgegenständen
betätigen kann, sowie die Werkstätte der Caritas Vorarlberg.
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