- 28.10.2019, 15:22:22
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Tourismus Kärnten: Sechs Monate Sommersaison sind das Ziel
Bei einem touristischen Gipfeltreffen von Politik, Kärnten Werbung und Wirt-schaftskammer wurden heute die Themen für den Kärntner Tourismustag am 7. November abgesteckt.
Utl.: Bei einem touristischen Gipfeltreffen von Politik, Kärnten
Werbung und Wirt-schaftskammer wurden heute die Themen für den
Kärntner Tourismustag am 7. November abgesteckt. =
Klagenfurt (OTS) - „Visionen für einen nachhaltigen Tourismus“ lautet
das Motto des größten Netzwerktreffens der Kärntner
Tourismuswirtschaft, das am 7. November um 14.00 Uhr im Casineum
Velden beginnt. Die Chancen der nachhaltigen Ausrichtung des
Lebensstandortes für den Tourismus zeigt der Volkswirt und
Zukunftsforscher Fred Luks auf, während der Tourismus-Vordenker Jon
Christoph Berndt den Erfolgsfaktor Mensch analysiert und darüber
erzählt, wie Mitarbeiter als Markenbotschafter die Gästeherzen im
Sturm erobern.
Schuschnig: „Investitionen sind entscheidend!“
Der Kärntner Tourismustag fällt in eine überaus spannende Phase: Fünf
Jahre in Folge verzeichnet der heimische Sommertourismus Zuwächse.
Dabei geht es laut Kärnten Werbung-Geschäftsführer Christian Kresse
allerdings nicht nur allein um Nächtigungszahlen, sondern auch um
andere wichtige Faktoren wie die Wertschöpfung, die Beschäftigung
oder die Investitionen. Damit diese positive Entwicklung anhält,
müssen die Rahmenbedingungen stimmen, die WK-Spartenobmann Helmut
Hinterleitner heute bei einem gemeinsamen Pressegespräch skizzierte:
Senkung der Lohnnebenkosten, steuerliche Erleichterungen bei der
Betriebsübergabe, Anpassung der Abschreibung – so lauten die
dringendsten Forderungen an die Bundespolitik. Die AfA muss repariert
werden, unter-stützt auch Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig:
„Die überlange Abschreibungsdauer belastet investitionsintensive
Branchen wie den Tourismus – aber Investitionen sind entscheidend für
die Wettbewerbsfähigkeit!“
Herbstferien nutzen
Um die geht es auch bei Schuschnigs Initiative, Leuchtturmprojekte in
Kärnten in den kommenden fünf Jahren mit jeweils einer Million Euro
zu fördern: 16 Einreichungen liegen für das erste Jahr vor, eine Jury
wird entscheiden. Mit Blick auf die 2020 erstmals stattfindenden
allgemeinen Herbstferien unterstützt Schuschnig im Sinne der
Saisonverlängerung die Kärnten Werbung mit 250.000 Euro aus dem
Tourismusreferat. Seine Vorstellung: „Wir müssen Anreize für das
Offenhalten schaffen.“
Advent als Vorbild
Eine Strategie, die auch KW-Chef Kresse verfolgt: Die zehn
attraktivsten Regionalprojekte für die seit Jahrzehnten diskutierte
Stärkung der „Schultersaisonen“ werden mit einer
Herbst-Marktoffensive 2020 beworben. Kresse: „Vor 25 Jahren war das
Verhältnis der Hauptsaison im Juli und August zur Vor-und Nachsaison
- Mai, Juni, September, Oktober – 70:30. Vor drei Jahren lautete es
60:40, und 2025 wollen wir den Ausgleich erreichen –
selbstverständlich ohne Nächtigungen in der Hauptsaison zu
verlieren.“ Das Selbstbewusstsein für die Vision einer sechs Monate
dauernde Sommersaison in Kärnten nimmt Kresse aus der Erfahrung mit
den Adventmärkten: „Als wir vor Jahren das Thema Advent begonnen
haben, wurden wir auch belächelt. Heute haben viele Regionen von den
Seen bis zur Petzen ihre eigenen Angebote entwickelt und profitieren
von dieser zusätzlichen Wertschöpfung nicht nur durch Übernachtungen,
sondern auch von zahlreichen Tagesgästen.“
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