• 13.10.2019, 09:08:51
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Caritas-Appell zum Welternährungstag am 16. Oktober: Klimakrise verschärft weltweiten Hunger – Wir müssen jetzt handeln!

Landau: „Diejenigen, die die Klimakrise am wenigsten verursacht haben, leiden am meisten darunter: Bäuerinnen und Bauern, die davon leben müssen, was sie anbauen können.“

Utl.: Landau: „Diejenigen, die die Klimakrise am wenigsten
verursacht haben, leiden am meisten darunter: Bäuerinnen und
Bauern, die davon leben müssen, was sie anbauen können.“ =

Wien (OTS) - Fotos zum gratis Download: https://bit.ly/31YbCZ0

Überschwemmungen, Dürren, Stürme: Die Folgen der Klimakrise treffen
Menschen in den ärmsten Regionen der Welt am härtesten. Frauen,
kleinbäuerliche Familien, Kinder, die von dem leben müssen, was sie
selbst anbauen können, sind den veränderten Umweltbedingungen
unmittelbar ausgesetzt.

Caritas Generalsekretär für Internationale Programme Andreas Knapp:
„Wenn immer öfter Katastrophen wie Wirbelstürme oder Dürren Weide-
und Anbauflächen zerstören, verlieren Bäuerinnen und Bauern ihre
Lebensgrundlage. In den ärmsten Regionen der Welt haben die Menschen
keine Reserven für solche Ausnahmesituationen, hier regiert dann der
Hunger. Das ist nicht nur unmenschlich, das ist ein Skandal!“

821 Millionen Menschen hungern, alle 10 Sekunden stirbt ein
Kind an Hunger

„Erstmals seit langem ist die Zahl der hungernden Menschen weltweit
wieder gestiegen: 821 Millionen Menschen leiden an Hunger. Alle 10
Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. Das ist eine Katastrophe, die
sich aufgrund der Klimakrise in ihrer schrecklichen Dimension noch
verschärfen wird!“ so Caritas Präsident Michael Landau und
appelliert: „Es gibt einen Masterplan für eine bessere Welt: Die
SDGs, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen.
Diese müssen von der zukünftigen österreichischen Bundesregierung und
der Europäischen Union endlich ernst genommen werden und in konkreten
Handlungen münden. Veränderung ist möglich, aber da sind alle
gefordert!“

Wie aus dem UN-Bericht zur Ernährungssicherheit 2018 hervorgeht, hat
die Anzahl Klima-bedingter Katastrophen seit 1990 mindestens um 60
Prozent zugenommen. (Quelle:
http://www.fao.org/3/i9553en/i9553en.pdf)

„Es ist traurige Realität: 80 Prozent der Katastrophen sind heute
bereits auf veränderte klimatische Bedingungen zurückzuführen. Dazu
kommt, dass Kriege und Konflikte wie in Syrien oder im Jemen andauern
und Hilfe vor Ort hier dringender nötig ist als je zuvor“, so Knapp
und weiter: „In einem ersten Schritt fordern wir daher, den
Auslandskatastrophenfonds im nächsten Regierungsprogramm auf 60
Millionen Euro jährlich erhöhen.“
Darüber hinaus sollte die Förderung von klimarelevanten Maßnahmen zur
Bekämpfung des Hungers und die Förderung der Ernährungssicherheit
auch ein Schwerpunkt der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
sein und entsprechend dotiert werden.

Caritas-Hilfsprojekte bekämpfen Hunger und erhalten natürliche
Ressourcen

Hunger zu bekämpfen ist ein zentrales Ziel der Caritas-Hilfsprojekte
im Ausland. Neben Nahrungsmittelhilfe für Menschen in Not,
unterstützt die Caritas Bäuerinnen und Bauern dabei, ihre
landwirtschaftlichen Methoden an die veränderten Klimabedingungen
anzupassen: Im Südsudan etwa werden Nutz-und Obstbäume gepflanzt, die
auch als Erosionsschutz dienen. In Südasien verwenden Familien in
einem Caritas-Landwirtschaftsprogramm Saatgut, das auch viel
Trockenheit aushält. Zusätzlich fördert die Caritas den Ausbau von
Tröpfchen-Bewässerungsanlagen, um die Ernten zu steigern.

Klimakrise als Hungertreiber

„Wenn Kinder und Frauen hungern und an der Klimakrise leiden, die sie
selbst nicht verursacht haben, dann ist das nicht nur eine humanitäre
Katastrophe, sondern eine große Ungerechtigkeit. Wir dürfen hier
nicht länger wegsehen, sondern müssen für unser gemeinsames Haus, für
unsere Welt, Verantwortung übernehmen, für eine gerechte Verteilung
eintreten und insgesamt mit den Ressourcen auf unserem Planeten
sorgsamer umgehen“, ist Caritas Präsident Michael Landau überzeugt.

Bitte helfen auch Sie und unterstützen Sie die oben genannten
Hilfsprojekte:

https://www.caritas.at/hunger

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