Grüne Wirtschaft zum Auftakt der Wirtschaftskammer-Wahl 2020: Die Wirtschaft grün statt schwarz sehen? Ja, Kamma!

Rund 100 Delegierte bekräftigten in der Wiener Urania den Kurs Richtung Klimaschutz und Innovation.

Es ist schon dreist, wenn Wirtschaftsbund-Chef Mahrer einige international erfolgreiche Ökotech-Unternehmen zum Erfolgsgaranten für die heimische Klimapolitik hochjazzt – und ernsthafte Klimaschutz-Maßnahmen mit dem Totschlag-Argument der Standortgefährdung niederprügelt.
Sabine Jungwirth/Grüne Wirtschaft

Wien (OTS) - Zum Auftakt der Wirtschaftskammer-Wahl 2020 stellten sich rund 100 Delegierte aus allen Bundesländern diesen Samstag in der Wiener Urania entschlossen hinter den bisherigen Kurs der Grünen Wirtschaft. „Wir sind die einzige Stimme der vielen Unternehmer*innen in der Kammer, die sozial und ökologisch wirtschaften“, sagte die Bundessprecherin Grünen Wirtschaft, Sabine Jungwirth: „Noch nie war die Bereitschaft zu grünen Themen wie Klimaschutz und fairem Wirtschaften größer, das haben auch die vergangenen Nationalratswahlen gezeigt. Deshalb kann ich im Gegensatz zu anderen tatsächlich aus voller Überzeugung sagen: Unser Kurs stimmt.“

Ökologisches und faires Wirtschaften muss sich auszahlen

Von der künftigen Bundesregierung erwartet sich Jungwirth mehr Unterstützung für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. „Die Wirtschaft ist bereit, der Klimakrise entschlossen entgegenzutreten. Das zeigen die vielen Anfragen und Reaktionen, die wir täglich von Unternehmer*innen erhalten. Dafür brauchen wir vom Gesetzgeber aber planbare Rahmenbedingungen: Ökologisches und faires Wirtschaften muss steuerlich belohnt und Innovationen müssen stärker gefördert werden.“

Spürbare Entlastungen für kleine Unternehmen

„Wir brauchen auch spürbare Entlastungen für die große Mehrheit der kleinen und Ein-Personen-Unternehmen“, so Jungwirth weiter. „Dazu zählen etwa die Streichung des SVA-Selbsthalts und der SVA-Nachbemessung nach dem dritten Unternehmensjahr. Stattdessen macht sich der ÖVP-Wirtschaftsbund für die Senkung der Körperschaftssteuer stark, von der nur wenige Großkonzerne profitieren. “

Keine Schönfärberei beim Klimaschutz

Auch beim Klimaschutz geht es dem ÖVP-Wirtschaftsbund um Schönfärberei: „Es ist schon dreist, wenn Wirtschaftsbund-Chef Mahrer einige international erfolgreiche Ökotech-Unternehmen zum Erfolgsgaranten für die heimische Klimapolitik hochjazzt – und ernsthafte Klimaschutz-Maßnahmen mit dem Totschlag-Argument der Standortgefährdung niederprügelt. Wir müssen die Wirtschaft aber in Zukunft mehr grün als schwarz sehen, sonst verpasst Österreich die Klimaziele und wir Unternehmer*innen fallen um unsere Chancen um.“

Die Wirtschaftskammer-Wahl findet alle 5 Jahre in allen neun Bundesländern statt. Die nächsten Wahlen sind Anfang März 2020. Die Grüne Wirtschaft ist mit 9,1% Wähler*innen-Anteil und österreichweit rund 600 Mandatar*innen in allen Bundesländern vertreten.


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Stefan Knoll
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