Grüne Wirtschaft: UNOS sparen Service-Leistungen der Kammer-Vertretung kaputt!

Unausgegorene Kürzung der Fachgruppenumlage in der Fachgruppe der Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT-Dienstleistung schaden vor allem Ein-Personen-Unternehmen und KMU.

Gerade als Unternehmer*innen müssen wir gut planen. Hier haben die UNOS ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Das vorliegende Konzept beruht nur auf Annahmen, die jeder Grundlage entbehren.
Peter Stepanek/Grüne Wirtschaft

Wien (OTS) - Die Mandatar*innen der UNOS (Fraktion der Neos) in der Wirtschaftskammer werden heute in der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT-Dienstleistung) eine Senkung der Fachgruppenbeiträge für Unternehmer*innen von 65 auf 45 Euro einbringen. Mit dem vermeintlichen Zuckerl der Senkung wird die Finanzierung vieler Service-Angebote der Fachgruppe auf dem Altar des Wahlpopulismus geopfert. Der unausgegorene Aktionismus der UNOS trifft damit vor allem Ein-Personen-Unternehmen und KMU, die diese Angebote nutzen.

Viele der – gerade für die vielen Kleinunternehmerinnen dieser Branche – wichtigen Angebote könnten in Zukunft nicht mehr finanziert werden, weil die Kürzung zu Lasten der vielfältigen Aktivitäten der Fachgruppe fallen. Dazu zählen kostenlose Weiterbildungsveranstaltungen und Marktimpulse, Zuschüsse zu Fachreisen, aber auch die Nachwuchsförderung zur Steigerung der IT-Lehrlingszahlen. Auch die für Berufsgruppen so wichtige Medienarbeit wird gestrichen, was sich negativ auf den Marktentwicklung auswirken wird.

Die Grüne Wirtschaft wird den Anträgen in der Fachgruppentagung nicht zustimmen, obwohl und gerade weil sie die Fraktion in der Wirtschaftskammer ist, die seit Jahren für die Kürzungen der Grundumlage kämpft. Eine Kürzung muss für die Mitglieder und nicht gegen ihre Interessen geschehen. Mit der vorgeschlagenen Kürzung von 65 auf 45 Euro – also dem Gegenwert von jährlich gerade einmal 5 großen Braunen, werden nur noch die lebensnotwendigen Maßnahmen der Fachgruppe – also Personal und Infrastruktur – aufrechterhalten.

Um die sinnvollen und den unternehmerischen Alltag bereichernden Angebote beibehalten zu können, muss ein längerfristiger Plan dahinterliegen, als nur das bloße Schielen auf die im März 2020 stattfindende Wirtschaftskammerwahl.

Für Peter Stepanek, Fachgruppenobmann-Stellvertreter der UBIT Wien, ist der Antrag vollkommen unausgegoren: „Gerade als Unternehmer*innen müssen wir gut planen. Hier haben die UNOS ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Das vorliegende Konzept beruht nur auf Annahmen, die jeder Grundlage entbehren. Als Unternehmer*innen rechnen wir aber auf Basis von Fakten. Wir werden gemeinsam mit den Kolleg*innen am Beginn der neuen Periode ein Budget ausarbeiten, das eine Reduktion bringt und das vielfältige Angebote aufrechterhält. Denn nur so schafft man eine echte und nachhaltige finanzielle Entlastung.“

„Als Grüne Wirtschaft brauchen wir eine starke und handlungsfähige Interessensvertretung im Sinn der vielen Ein-Personen-Unternehmer*innen, vor allem der vielen Frauen in unserer Branche. Immer mit dem Fokus, die Mitglieder so gering wie möglich zu belasten und die Kammerarbeit so wirtschaftlich und transparent wie möglich zu gestalten“, ergänzt Astrid Roth, Spitzenkandidatin der Grünen Wirtschaft für die Wahl 2020.


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Peter Stepanek
Fachgruppenobmann-Stv. UBIT
+43(0)650 619 00 65
peter.stepanek@gruenewirtschaft.at

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