- 04.10.2019, 10:00:49
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- OTS0034
Geringfügig reduziertes Periodenergebnis im 1. Halbjahr 2019 für Österreichs Banken
Veränderter Wertminderungs- und Rückstellungsbedarf reduziert das Periodenergebnis
Utl.: Veränderter Wertminderungs- und Rückstellungsbedarf reduziert
das Periodenergebnis =
Wien (OTS) - Im 1. Halbjahr 2019 erzielten die österreichischen
Kreditinstitute ein konsolidiertes Periodenergebnis in Höhe von rund
3,5 Mrd EUR und damit um 71 Mio EUR weniger als im 1. Halbjahr 2018.
Das geringfügig reduzierte Periodenergebnis im 1. Halbjahr 2019
resultiert aus geringeren Auflösungen bei den Wertminderungen.
Die konsolidierten Betriebserträge der österreichischen
Kreditinstitute lagen im 1. Halbjahr 2019 um 420 Mio EUR über dem
Wert im Halbjahr 2018. Positiv auf die Betriebserträge wirkte sich
vor allem das um 247 Mio EUR gestiegene Ergebnis aus nicht zum
Handelsbestand gehörenden finanziellen Vermögenswerten, die
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, aus.
Dieser Anstieg ist größtenteils auf Bewertungsgewinne bei
Eigenkapitalinstrumenten zurückzuführen. Weitere positive Treiber
waren ein um 197 Mio EUR gestiegenes Nettozinsergebnis sowie ein um
38 Mio EUR höheres sonstiges betriebliches Ergebnis. Einen Rückgang
verzeichnete hingegen das um 42 Mio EUR geringere Provisionsergebnis
und der um 35 Mio EUR gesunkene Handelserfolg[1].
Das konsolidierte Betriebsergebnis wies einen Anstieg um 246 Mio EUR
aus. Neben den bereits angeführten gestiegenen Betriebserträgen
wirkten sich die um 43 Mio EUR geringeren Verwaltungsaufwendungen
positiv aus. Die Erhöhung der Abschreibungen[2] um 217 Mio EUR
gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 dämpfte hingegen das Betriebsergebnis.
Insgesamt wurde ein im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 um 71 Mio EUR
geringeres konsolidiertes Periodenergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen erzielt. Hauptverantwortlich dafür zeichneten um
157 Mio EUR geringere Wertaufholungen bzw. geringe Auflösungen von
Wertminderungen als im 1. Halbjahr 2018. Darüber hinaus beeinflussten
die um 153 Mio EUR höheren sonstigen Rückstellungen und das um 82 Mio
EUR geringere Ergebnis aus Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts-
und assoziierten Unternehmen das Periodenergebnis negativ.
Ergebnisverbessernd wirkte sich hingegen das um 103 Mio EUR
gestiegene Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen, langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen aus.
Es ist zu beachten, dass die Daten für das 1. Halbjahr 2019 auf den
Bilanzierungsvorschriften gemäß IFRS 16 beruhen, während die
Vergleichswerte für das 1. Halbjahr 2018 noch unter
IAS 17 erstellt wurden. Diese Regelwerke unterscheiden sich
hauptsächlich in den Vorgaben zur Erfassung von Leasingverhältnissen.
Hinweis zur Presseaussendung vom 5. April 2019:
Das darin angeführte konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen des Jahres 2018 in Höhe von 6,9 Mrd EUR basierte
auf den zum Zeitpunkt der Presseaussendung vorliegenden
aufsichtsstatistischen Meldedaten. In der Zwischenzeit eingelangte
und vom Bankprüfer geprüfte IFRS-Jahresabschlüsse führten zu keinen
wesentlichen Veränderungen.
[1] Handelserfolg = Gewinne oder (–) Verluste bei der Ausbuchung von
nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten netto + Sonstige
Bewertungsergebnisse nach IFRS und nGAAP FINREP + Gewinne oder (–)
Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, netto.
[2] In dieser Position enthalten sind Abschreibungen und
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten inkl. Firmenwert,
Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und
Beteiligungen.
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