• 03.10.2019, 06:30:01
  • /
  • OTS0004

Greenpeace-Initiative: 65 WissenschafterInnen aus 11 Ländern fordern weniger Fleisch in öffentlichen Einrichtungen

Umweltmediziner Hutter: “Weniger Fleisch ist Win-Win für Klima und Gesundheit”

Utl.: Umweltmediziner Hutter: “Weniger Fleisch ist Win-Win für Klima
und Gesundheit” =

Wien (OTS) - 65 WissenschafterInnen aus elf Ländern fordern heute
gemeinsam mit Greenpeace in einem offenen Brief weniger
Fleischmahlzeiten in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Kindergärten
und Schulen, Krankenhäusern oder Seniorenheimen. Dies sei ein
notwendiger Schritt im Kampf gegen die Klimakrise. Unter den
UnterzeichnerInnen finden sich etwa Professor Pete Smith, einer der
Hauptautoren des Weltklimarats (IPCC), sowie Professor Hans-Peter
Hutter von der Medizinischen Universität Wien.

“Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte verursachen bis zu 100 Mal weniger
Treibhausgasemissionen als Fleisch. Eine Reduktion von
Fleischmahlzeiten ist daher ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die
Klimakrise und schützt außerdem wertvolle Wälder wie etwa den
Amazonas in Brasilien oder den Gran Chaco Wald in Argentinien”, sagt
Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in
Österreich. Derzeit verursacht die Tierhaltung global rund 14,5
Prozent aller Treibhausgasemissionen. Das ist gleich viel wie der
Transportsektor - also alle Autos, Züge, Schiffe und Flugzeuge
zusammen. Besonders negativ schlägt sich in der Klimabilanz von
Fleisch nieder, dass häufig wertvolle Wälder abgeholzt werden um
Platz für den Anbau von Futtermitteln zu machen.

Auch gesundheitlich spricht alles für eine Reduktion der
Fleischmahlzeiten. Laut der Österreichischen Gesellschaft für
Ernährung sollten wir, um gesund zu bleiben, nicht mehr als drei
Portionen von 100 bis 150 Gramm Fleisch pro Woche konsumieren. Der
Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Österreich, wie auch in anderen
europäischen Ländern, aber weit höher. Österreicherinnen und
Österreicher essen im Schnitt rund 1 ¼ Kilogramm Fleisch pro Woche –
also das Dreifache der als gesund erachteten Menge. Der weltweite
Anstieg des Konsums von Fleisch, Fett und raffiniertem Zucker trägt
zur Verbreitung von Fettleibigkeit und chronischen Krankheiten wie
Typ-2-Diabetes, aber auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
bei.

Umweltmediziner Dr.med. Hans-Peter Hutter von der Medizinischen
Universität Wien, Mitunterzeichner des Briefs: „Keine Angst: Ein
maßvollerer Fleischkonsum bedeutet nicht das Ende einer genussvollen
Küche. Generell essen wir nach wie vor zu viel Fleisch. Dabei spielt
gerade die verzehrte Fleischmenge eine entscheidende Rolle bei der
Entstehung von Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauferkrankungen. Ein
geringerer Fleischkonsum reduziert das eigene Krankheitsrisiko
erheblich. Zusätzlich bringt es viele Vorteile für die Umwelt wie
etwa für den Klimaschutz. Eine Win-Win-Situation, die wir leicht
erreichen können – ohne, dass es wirklich weh tut.”

In den nächsten zwei Wochen nehmen hunderte Städte an zwei großen
jährlichen Städtenetzwerk-Treffen teil - dem “Milan Food Pact” von 7.
bis 9. Oktober in Montpellier und dem C40-Weltgipfel der
BürgermeisterInnen von 9. bis 12. Oktober in Kopenhagen. Greenpeace
und die 65 WissenschafterInnen fordern von den teilnehmenden Städten
eine Reduktion der Fleischmahlzeiten als wichtigen Schritt im Kampf
gegen die Klimakrise.

- Bildmaterial finden Sie unter https://bit.ly/2mz7OOy - Dieses steht
unter
Angabe der jeweiligen Photo Credits zur Nutzung kostenlos zur
Verfügung

- Website zur Initiative: https://scientists4lessmeat.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel