KORREKTUR zu OTS0006 von heute: Nationalrat: Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel soll reduziert werden

Einstimmigkeit zur NEOS-Forderung zum Schutz der Biodiversität und des Wassers

Wien (PK) - Im ersten Absatz, letzter Satz muss es wie folgt lauten: Beide Anträge wurden einstimmig angenommen. (NICHT: Beide Anträge blieben in der Abstimmung in der Minderheit.)

Die Reduktion des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel zum Schutz der Biodiversität und des Wassers steht im Mittelpunkt zweier Entschließungsanträge der NEOS, die heute im Nationalrat behandelt wurden. Konkret fordern die NEOS, dass die Bundesregierung bei allen öffentlichen Institutionen, den Anstalten öffentlichen Rechts sowie Unternehmen und Gesellschaften im Mehrheitseigentum des Bundes ein Bekenntnis zu diesem Ziel ablegen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Gleichzeitig plädieren die NEOS in einer weiteren Initiative für eine Intensivierung der Forschung im Bereich integrierter Pflanzenschutz, um Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz zu entwickeln. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

In der Debatte sagte Karin Doppelbauer (NEOS), dass sich Diskussionen rund um Pflanzenschutzmittel oftmals auf einzelne Wirkstoffe konzentrieren. Ihr Antrag ziele daher darauf ab, den Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel zu reduzieren. Mit der Förderung von Forschung und Entwicklung in diesem Bereich könne es gelingen, den Einsatz zu reduzieren, um den Biodiversitätsverlust einzudämmen.

Unterstützung für den Antrag kam von der ÖVP. Georg Strasser (ÖVP) unterstrich, dass die biologische Vielfalt wichtig für die Landwirtschaft sei. Allerdings gab er zu bedenken, dass österreichisches Obst und Gemüse im internationalen Vergleich nur sehr selten mit Pestiziden belastet sind und der Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln in den vergangenen Jahren gleich blieb. Er deutete dies als einen verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden in Österreich.

Erwin Preiner (SPÖ) begrüßte den Antrag ebenfalls. Angesichts des voranschreitenden Artensterbens müsse auch in Österreich der synthetische Pestizideinsatz reduziert werden. Für Preiner bietet die Ausgestaltung der nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Möglichkeit, über Förderungen eine Reduktion der chemisch-synthetischen Pestizidverwendung europaweit herbeizuführen. Daher richtete er einen entsprechenden Entschließungsantrag an die Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, Förderungen im Hinblick auf die Pestizidreduktion zu gestalten. Der Antrag fand in der Abstimmung schließlich eine Mehrheit. (Fortsetzung Nationalrat) see

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