KH-Nord: Versäumnisse der Stadt prolongiert

FCG Gabriele Niederpold: „Verlängerung der Linie U6 wurde wieder einmal verschlafen!“

Wien (OTS) - Den Patienten, Besuchern und Beschäftigten des erst 2019 eröffneten modernen und sündteuren Wiener Spitals (KH-Nord) bereitet die schlechte Erreichbarkeit der Einrichtung erhebliche Sorgen. Mit öffentlichen Verkehrsmittel ist das „Wohlfühlspital“ nämlich nur schwer erreichbar. Den Menschen mit gesundheitlichen Handicaps, aber auch den Bediensteten und Besuchern des Spitals werden von der Stadt Wien und den Wiener Linien unnötige und zeitintensive Wege aufgebürdet.

Aktuell

Besonders problematisch, so meint Gabriele Niederpold von der FCG-Fraktion in der Arbeiterkammer, sind etwa auch die schlechten Intervalle der S-Bahn: „Die Verbindungen am Wochenende sind für die Besucher und die Bediensteten viel zu lang, da die meisten Züge schon in Floridsdorf enden. Nur jede zweite Schnellbahn-Garnitur fährt dann bis zur Station Brünnerstraße in die Nähe des Spitals. Die Züge sollten alle 5 Minuten fahren."

Antrag in der AK

Die FCG-Kammerrätin wird deshalb in der kommenden AK-Vollversammlung den Antrag stellen, diese Mängel rasch abzustellen und in der Folge auch dafür zu sorgen, dass man die Anbindung des Spitals an öffentliche Verkehrsmittel verbessert, bis hier endlich auch eine U-Bahnstation zur Verfügung stehen wird. Niederpold: „Eine Verlängerung der Linie U6 über Floridsdorf nach Stammersdorf hätte schon längst in Angriff genommen werden können, wurde aber wieder einmal verschlafen.“

Fehlplanung hat Tradition

Die schlechte Versorgung der Wiener Spitäler mit öffentlichen Verkehrsmittel hat indes in Wien Tradition. So war etwa das SMZ-Ost (Donauspital), das 1992 eröffnet wurde, nur über eine (!) Straßenbahnlinie vom Zentrum Kagran sowie eine (!) Autobusverbindung von der Station Schlachthausgasse über die Süd-Ost Tangente erreichbar. Erst 14 Jahre später, im September 2006, wurde das Spital durch die Linie U2 an das hochrangige Verkehrsnetzt angebunden. Noch schlimmer ist es um das SMZ-Süd (Kaiser Franz Josef Spital mit Gottfried von Preyer'schem Kinderspital) bestellt. Das Schwerpunktspital, das 1888/1889 eröffnet wurde, war von jeher ein Stiefkind der Wiener Linien und der Stadt Wien. Bis heute existiert dort kein U-Bahn-Anschluss und die Anbindung mit sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln wurde gänzlich verschlafen. Nur eine (!) Autobuslinie verbindet das SMZ-Süd und das UKH-Meidling derzeit mit dem Bahnhof Wien-Meidling beziehungsweise mit der U1 am Reumannplatz.

Versäumnis wird prolongiert

Eine Erweiterung der in Planung befindlichen Verlängerung der Linie U2 (Fertigstellung etwa 2026) ist zwar vorgesehen, macht aber wieder einmal einen großen Bogen um das SMZ-Süd und das UKH-Meidling. Daher besteht auch hier in Zukunft keine direkte, effiziente und schnelle Anbindung an ein öffentliches Verkehrsmittel.

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