• 26.09.2019, 08:57:21
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  • OTS0039

KH-Nord: Versäumnisse der Stadt prolongiert

FCG Gabriele Niederpold: „Verlängerung der Linie U6 wurde wieder einmal verschlafen!“

Utl.: FCG Gabriele Niederpold: „Verlängerung der Linie U6 wurde
wieder einmal verschlafen!“ =

Wien (OTS) - Den Patienten, Besuchern und Beschäftigten des erst 2019
eröffneten modernen und sündteuren Wiener Spitals (KH-Nord) bereitet
die schlechte Erreichbarkeit der Einrichtung erhebliche Sorgen. Mit
öffentlichen Verkehrsmittel ist das „Wohlfühlspital“ nämlich nur
schwer erreichbar. Den Menschen mit gesundheitlichen Handicaps, aber
auch den Bediensteten und Besuchern des Spitals werden von der Stadt
Wien und den Wiener Linien unnötige und zeitintensive Wege
aufgebürdet.

Aktuell

Besonders problematisch, so meint Gabriele Niederpold von der
FCG-Fraktion in der Arbeiterkammer, sind etwa auch die schlechten
Intervalle der S-Bahn: „Die Verbindungen am Wochenende sind für die
Besucher und die Bediensteten viel zu lang, da die meisten Züge schon
in Floridsdorf enden. Nur jede zweite Schnellbahn-Garnitur fährt dann
bis zur Station Brünnerstraße in die Nähe des Spitals. Die Züge
sollten alle 5 Minuten fahren."

Antrag in der AK

Die FCG-Kammerrätin wird deshalb in der kommenden AK-Vollversammlung
den Antrag stellen, diese Mängel rasch abzustellen und in der Folge
auch dafür zu sorgen, dass man die Anbindung des Spitals an
öffentliche Verkehrsmittel verbessert, bis hier endlich auch eine
U-Bahnstation zur Verfügung stehen wird. Niederpold: „Eine
Verlängerung der Linie U6 über Floridsdorf nach Stammersdorf hätte
schon längst in Angriff genommen werden können, wurde aber wieder
einmal verschlafen.“

Fehlplanung hat Tradition

Die schlechte Versorgung der Wiener Spitäler mit öffentlichen
Verkehrsmittel hat indes in Wien Tradition. So war etwa das SMZ-Ost
(Donauspital), das 1992 eröffnet wurde, nur über eine (!)
Straßenbahnlinie vom Zentrum Kagran sowie eine (!) Autobusverbindung
von der Station Schlachthausgasse über die Süd-Ost Tangente
erreichbar. Erst 14 Jahre später, im September 2006, wurde das Spital
durch die Linie U2 an das hochrangige Verkehrsnetzt angebunden. Noch
schlimmer ist es um das SMZ-Süd (Kaiser Franz Josef Spital mit
Gottfried von Preyer'schem Kinderspital) bestellt. Das
Schwerpunktspital, das 1888/1889 eröffnet wurde, war von jeher ein
Stiefkind der Wiener Linien und der Stadt Wien. Bis heute existiert
dort kein U-Bahn-Anschluss und die Anbindung mit sonstigen
öffentlichen Verkehrsmitteln wurde gänzlich verschlafen. Nur eine (!)
Autobuslinie verbindet das SMZ-Süd und das UKH-Meidling derzeit mit
dem Bahnhof Wien-Meidling beziehungsweise mit der U1 am Reumannplatz.

Versäumnis wird prolongiert

Eine Erweiterung der in Planung befindlichen Verlängerung der Linie
U2 (Fertigstellung etwa 2026) ist zwar vorgesehen, macht aber wieder
einmal einen großen Bogen um das SMZ-Süd und das UKH-Meidling. Daher
besteht auch hier in Zukunft keine direkte, effiziente und schnelle
Anbindung an ein öffentliches Verkehrsmittel.

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