70 Jahre Pensionistenverband Österreichs

NÖ-Landespräsident Prof. Dr. Hannes Bauer: „Ohne uns wäre die Republik eine andere; - aber keine bessere."

Wien (OTS) - In den schwierigen Nachkriegsjahren wurde am 17. September 1949 - noch vor dem ASVG 1955 – mit der Gründung des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) der Grundstein für ein soziales Österreich in einem zerschundenen Land gelegt.

So gelang es dem Pensionistenverband nach der Absicherung des 13. Pensions-Bezuges 1955 im Jahre 1961 auch die 14. Pension und die Möglichkeit der Frühpension bei langer Versicherungsdauer zu erreichen.

Mit der Einführung der Pensionsdynamik konnte die Kaufkraft der Pensionistinnen und Pensionisten gesichert werden. Damals, Ende der 1960er Jahre, zählte der Verband bereits 200.00 Mitglieder. Durch den wachsenden Wohlstand organisierte der Pensionistenverband die ersten Pensionistentreffen.

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre gingen nicht nur die Studenten, sondern auch die Mitglieder des Pensionistenverbandes auf die Straße um gegen den „Sozialstopp“ der 1. ÖVP-Alleinregierung unter Josef Klaus zu demonstrieren. Am Rednerpult standen Anton Benya und Bruno Kreisky. Die sich abzeichnende Veränderung der Gesellschaft wurde bei den Wahlen 1970 bestätigt.

Damit begann das sogenannte „Goldene Zeitalter“ des sozialen Wohlfahrtsstaates, gekennzeichnet durch Verbesserungen für Pensonistinnen und Pensionisten und einem modernen Familienrecht. Zur Erinnerung ein Beispiel: Bis Anfang der 1970er Jahre war der Mann das Oberhaupt der Familie.

Beim 25jährigen Bestehen des Pensionistenverbandes im Rahmen eines großen Festes im Wiener Praterstadion mit den Festrednern Bruno Kreisky, Bgm. Leopold Gratz und Verbandspräsident Robert Uhlir konnten 40.000 Besucher begrüßt werden.

Nach den großen sozialpolitischen Erfolgen wurde in den Folgejahren das Angebot des Pensionistenverbandes um Reise- Freizeit- Kultur- und Sportangebote wesentlich erweitert. Bereits unter PVÖ-Präsident BM a. D. Otto Rösch bemühte sich der Verband, der Bedeutung und dem Ansehen der älteren Generation mehr Gewicht zu verleihen. Meilensteine wie Pflegegeld, das Seniorengesetz und schließlich die Neugründung des Österreichischen Seniorenrates, dessen erster Präsident PVÖ-Präsident Rudolf Pöder war, wurden in den 1990er Jahren verwirklicht. Damit hatte die ältere Generation zum ersten Mal eine gesetzliche Interessenvertretung.

Diese Erfolgsgeschichte des Verbandes wurde vom folgenden Präsidenten, BM a. D. Karl Blecha, über fast 20 Jahre fortgesetzt und soll mit dem derzeitigen PVÖ-Präsidenten, Dr. Peter Kostelka, weiter ausgebaut werden. Ihm gelang es, durch die Einberufung eines Pensionsgipfels im vergangenen August einen außerordentlich erfolgreichen Abschluss für die Pensionistinnen und Pensionisten ab 1. Jänner 2020 zu erreichen: Niedrige Einkommen werden um den doppelten Wert der Teuerung erhöht - um 3,6 Prozent -, mittlere Pensionen bis 2.500 Euro linear sinkend von 3,6 bis 1,8 Prozent. Alle ASVG-Pensionen darüber hinaus erhalten ebenso die volle Teuerungsabgeltung von 1,8 Prozent.

NÖ-Landespräsident Prof. Dr. Hannes Bauer: „Dieser große Erfolg ist eine weitere Motivation, sich auch in Zukunft für gesellschaftspolitische Aufgaben einzusetzen. Die PVÖ-Landesorganisation Niederösterreich begeht im kommenden Jahr ihre 70-Jahr-Feier, verbunden mit dem Andenken an Hans Czettel, der - mit einem Mandatsverhältnis von 27 zu 29 - der erfolgreichste sozialdemokratische Landespolitiker im NÖ-Landtag, war. (Schluss)


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Tel. 0664/201 70 58
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