Wirtschaftsbund: Steuerreform beschließen und Unternehmer zukunftsfit machen

Erstes Paket der Steuerreform heute im Nationalrat

Wien (OTS) - Die Abwahl der Bundesregierung durch Rot-Blau bremste die geplante Umsetzung der Steuerreform aus. „Die präsentierten Entlastungen waren angesichts einer trübenden Konjunktur ein Hoffnungsschimmer für unsere Unternehmer. Heute haben die Abgeordneten die Chance, richtungsentscheidende Maßnahmen für unsere Betriebe und den Wirtschaftsstandort umzusetzen“, so Kurt Egger, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes. „Der Blick in Zukunft verheißt nichts Gutes: Weltweit schwächelt die Wirtschaft, wir müssen rasch handeln“, warnt Egger.

Notwendige Entlastung für die Kleinsten

„Es ist zwar nicht der ganz große Wurf, aber unter den heute zu beschließenden Maßnahmen finden sich einige unserer langjährigen Forderungen. Dadurch werden vor allem kleine und mittlere Betriebe entlastet“, so Egger. Verändert sich die Konjunktur, trifft das die kleinen und mittleren Betriebe sowie Geringverdiener am ehesten. Um diese Gruppe zu entlasten, sollen die Krankenversicherungsbeiträge gesenkt werden. Damit Unternehmer und Start-ups entlastet werden, ist die Erhöhung der Kleinunternehmergrenze von derzeit 30.000 Euro auf künftig 35.000 Euro vorgesehen. Die Möglichkeit zur Pauschalierung der Einkommensteuer für Kleinunternehmer soll angepasst werden und so den bürokratischen Aufwand reduzieren. Zu guter Letzt soll eine langjährige Forderung des Wirtschaftsbundes umgesetzt und die Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 400 Euro auf 800 Euro angehoben werden. „Der Fokus auf die Entlastung kleiner Betriebe ist gerade jetzt sinnvoll. Dennoch müssen wir im Auge behalten, dass wir rasch nach der Regierungsbildung große Entlastungsmaßnahmen wie die Senkung der Körperschaftssteuer und eine Erhöhung des Gewinnfreibetrags brauchen werden, um die Wirtschaft weiterhin in Schwung zu halten und Investitionen zu fördern“, so Egger.

Steueranreize statt Verboten und neuen Steuern

„Umweltschutz und Wirtschaftswachstum gehen Hand in Hand. Um unsere Natur für unsere Kinder zu erhalten, müssen wir nachhaltige Maßnahmen setzen. Folgen davon dürfen jedoch keine neuen Steuern und Verbote sein, sondern Anreize zu ökologischen Innovationen und Erleichterungen für umweltschonende Technologien. Heute werden die ersten Schritte gesetzt“, stellt Egger klar. Im Steuerpaket vorgesehen sind daher: Eine aufkommensneutrale Umrechnung der NoVA – künftig soll für Fahrzeuge mit unterdurchschnittlichem CO2-Aussstoß weniger bezahlt werden. Die Vorsteuerabzugsfähigkeit für E-Bikes und nachhaltig produzierter Wasserstoff sowie Erdgas sollen steuerfrei werden.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftsbund
Valentin Petritsch
Pressesprecher & Leitung Kommunikation
+43 664 245 26 89
https://twitter.com/vpetritsch
http://www.wirtschaftsbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB0001