• 10.09.2019, 06:00:16
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Greenpeace-Report: Autoindustrie verursacht mehr Treibhausgase als die gesamte EU

Umweltschutzorganisation fordert ein Ende des Verbrennungsmotors; Neuzulassungs-Stopp für Benziner und Diesel ab 2028

Utl.: Umweltschutzorganisation fordert ein Ende des
Verbrennungsmotors; Neuzulassungs-Stopp für Benziner und
Diesel ab 2028 =

Frankfurt/Wien (OTS) - Der heute im Rahmen der Frankfurter Automesse
präsentierte Greenpeace-Report „Mit Vollgas in die Klimakrise“ kommt
zum Ergebnis, dass der CO2-Fußabdruck der globalen Autoindustrie für
neun Prozent der jährlichen weltweiten Treibhausgas-Emissionen
verantwortlich ist. Das ist mehr als die gesamte EU zur Klimakrise
beiträgt.

Im Report wird die Rolle der zwölf weltgrößten Autokonzerne in Bezug
auf die Klimakatastrophe unter die Lupe genommen. Der Konzern mit den
global höchsten CO2-Emissionen ist VW. Auf den Plätzen folgen
Renault-Nissan, Toyota, General Motors und Hyundai-Kia.

„Die Autoindustrie nimmt die Klimakrise noch immer nicht ernst“, sagt
Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. "Der Durchschnittsverbrauch der
Autos nimmt nicht ab. Leichte Verbesserungen werden vor allem durch
die starke Zunahme der SUVs mehr als ausgeglichen.“ In Europa ist der
SUV-Anteil in den letzten zehn Jahren von acht auf 32 Prozent
angestiegen. Auch Hybridfahrzeuge ändern an der schlechten Ökobilanz
der Autoindustrie nichts. „Die Autoindustrie muss aus dem
Verbrennungsmotor aussteigen. Spätestens 2028 dürfen keine neuen
Benzin- und Dieselautos mehr verkauft werden", fordert Schuster.

Von den zwölf Weltmarktführern hat bislang nur VW zugesagt, in
Zukunft nur mehr E-Autos zu bauen. „Doch die VW-Deadline ist 2040,
das ist viel zu spät“, so Schuster. Greenpeace fordert daher auch
gesetzliche Verbote. Die zukünftige österreichische Regierung muss
ein Aus für Verbrennungsmotoren ab 2028 als oberste Klimapriorität
betrachten. „Der Verkehr ist das größte Problemfeld der
österreichischen Klimaschutz-Politik. In keinem anderen Sektor sind
die Emissionen während der letzten Jahre so dramatisch gestiegen wie
im Verkehr. Es braucht ein klares Umdenken bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und
NEOS: im Rahmen des kürzlich veröffentlichten
Greenpeace-Parteienchecks hat sich keine dieser Parteien für eine
Ende des Verbrennungsmotors ausgesprochen”, mahnt Schuster.

Die deutschsprachige Kurzfassung des Greenpeace Reports „Mit Vollgas
in die Klimakrise“
finden Sie unter http://bit.ly/GPAutobrancheReportKurz

Die englische Langfassung des Greenpeace Reports „Crashing the
Climate - How the Car Industry is Driving the Climate Crisis”
finden Sie unter http://bit.ly/GPCarIndustryReport

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