PVÖ-Sozialkonferenz: Pensionen und Pflege die Themen der Zukunft, Pensionistenverband die treibende Kraft.

PVÖ-Präsident Kostelka weist auf Anspruch der Älteren Generation in den Organen der Sozialversicherung hin.

Wien (OTS) - 150 Sozialreferentinnen und Sozialreferenten aus allen Bundesländern nahmen heute an der Sozialkonferenz des Pensionistenverbandes Österreichs in Wien teil.

Pflege: Rasch Ausbildung etablieren

Als erster Programmpunkt stand eine prominent besetzte Diskussionsrunde zum Thema „Pro und Kontra Pflegelehre“ statt. Auf dem Podium: Ursula Frohner, Präsidentin des österr. Gesundheits- und Krankenpflegeverband, Peter Hämmerle, Leitung „Senioren, Pflege und Soziales in der Vorarlberger Landesregierung, Manfred Lackner, PVÖ-Sozialreferent, Günter Lampert, Aquamühle Soziales, Reinhard Waldhör, Vorsitzender der Gesundheitsgewerkschaft.

Bei allen unterschiedlichen Zugängen zum Thema herrschte Einigkeit in einem wesentlichen Punkt: dass erst 17 Jährige in der Praxis an dieses Thema herangeführt werden sollen. Wie die Lücke zwischen dem 15. Und dem 17. Lebensjahr geschlossen werden soll, dazu gibt es unterschiedliche Ansätze, die intensiv geprüft werden müssen. Der Pensionistenverband steht in seinem Pflegekonzept für die Etablierung einer schulischen Ausbildung auf BMS- und BHS-Niveau.

Thema Pensionen: Größte Anpassung seit 25 Jahren

Die geplante Pensionsanpassung 2020, die für kleine und mittlere Pensionen mit einer Erhöhung um bis zu 3,6 Prozent die größte Pensionsanpassung seit 25 Jahren bringt, ist der größte Erfolg des Pensionistenverbandes Österreichs.

PVÖ-Präsident Kostelka führte dazu aus, dass es für den Pensionistenverband Österreichs selbstverständliches Ziel war und ist, dass Pensionistinnen und Pensionisten nicht nur die Teuerung abgegolten werden muss, sondern dass sie auch an der Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung in Österreich ihren Anteil haben müssen.
Kostelka: „Wir haben erreicht, dass weit mehr als die Hälfte aller Pensionistinnen und Pensionisten im kommenden Jahr mindesten 430 netto Euro mehr im Jahr bekommen wird.“

An die Kritiker dieser Pensionsanpassung richtete Kostelka die Botschaft: „Es ist schäbige Politik, zu versuchen, die Jungen gegen die Alten auszuspielen. Der Generationenvertrag ist nicht aufgekündigt worden, wie VertreterInnen der NEOS gesagt haben, er ist im Gegenteil weiterentwickelt worden. Weil: Der PVÖ warnt schon lange, und mit Bekanntwerden der hohen Verluste der Pensionskassen ist es wieder einmal gewiss: Wirklich sicher ist nur die 1. Säule, die gesetzliche Pension. Auf die sollen sich alle verlassen können. Auch die jetzt Jungen. Dafür setzen wir uns ein, dass wir ein Pensionssystem erhalten und fördern, das der aktuellen und jeder zukünftigen älteren Generation ein Leben in Würde sichern kann.“

Thema Soziales: Ausbau des Sozialstaates

In einem von den Delegierten heftig akklamierten Impulsreferat dankte SPÖ-Sozialsprecher Beppo Muchitsch der Arbeit des Pensionistenverbandes. Auch er strich die Bedeutung der staatlichen Pensionsvorsorge vor: „Überall dort, wo die Pensionsvorsorge von der 2. Und 3. Säule dominiert wird, wo das Geld verspekuliert wird und die Pensionen immer weniger wert werden, sehen wir: Nur unser Pensionssystem ist ein sicheres Pensionssystem. Das haben uns auch Experten der EU schon attestiert.“

Muchitsch unterstrich weiters das Recht auf frei wählbare und selbstbestimmte Pflege für jede und jeden und sprach sich - wie zuvor auch schon PVÖ-Präsident Kostelka – ganz klar gegen eine Pflegeversicherung und für einen weiteren Ausbau des Sozialstaates aus. (Schluss)

Pensionistenverband Österreichs

Heinz Haubenwallner

Tel.: 01/313 72 31

Mobil: 0664/230 95 05

E-Mail: heinz.haubenwallner@pvoe.at

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Heinz Haubenwallner
Tel.: 01/313 72 31
Mobil: 0664/230 95 05
E-Mail: heinz.haubenwallner@pvoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001