• 26.08.2019, 21:07:26
  • /
  • OTS0125

Greenpeace-Aktion zum Sommer der Extreme: Waldbrände heizen Klima weiter an

Amazonas-Regenwald seit Wochen in Flammen - 56 Hitzetage und nur halb so viel Regen im Juni und Juli in Österreich - Umweltorganisation fordert von Parteien wirksame Klimapolitik

Utl.: Amazonas-Regenwald seit Wochen in Flammen - 56 Hitzetage und
nur halb so viel Regen im Juni und Juli in Österreich -
Umweltorganisation fordert von Parteien wirksame Klimapolitik =

Wien (OTS) - Mit einer drei Meter großen brennenden Erdkugel hat die
Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montagabend am Wiener
Stephansplatz auf die verheerende Klimabilanz in diesem Sommer
aufmerksam gemacht: Über ganz Europa fegten noch nie dagewesene
Hitzewellen. Temperaturrekorde wie sie in Frankreich und den
Niederlanden zu messen waren, würden ohne die Erderhitzung gar nicht
vorkommen, maximal als Jahrtausendphänomen. In Europa und der ganzen
Welt sorgen Waldbrände dafür, dass die Treibhausgase weiter steigen.
Allein im Amazonas stehen derzeit rund 950.000 Hektar Regenwald in
Flammen. Auch in Österreich gehört 2019 mit bislang 56 Hitzetagen zu
den heißesten drei Jahren der Messgeschichte. Zudem hat es in den
Monaten Juni und Juli durchschnittlich nur etwa halb so viel geregnet
wie üblich.

“Unsere Erde brennt: Das spüren wir hier in Österreich, wo wir an
Hitze und Dürre leiden. Und wir sehen es an den Waldbränden in
Russland oder jetzt im Amazonas-Regenwald, der in Flammen steht. Wir
müssen die Klimakrise mit allen Kräften bekämpfen: Denn wenn wir das
Feuer jetzt nicht löschen, bekommen wir es nicht mehr in den Griff”,
warnt Greenpeace-Kampagnendirektorin Sophie Lampl. Besonders
dramatisch fällt 2019 die internationale Bilanz zu den Waldbränden
aus: Europa wurde das zweite Jahr in Folge von einer Serie von Feuern
heimgesucht: In Südeuropa entfachten Großbrände in Griechenland,
Frankreich, Spanien und Portugal. In Russland wurden 2019 fast fünf
Millionen Hektar Wald zerstört, eine Fläche, größer als die Schweiz.
Im Amazonasbecken schlagen seit Anfang des Jahres über 72.000 Feuer
große Schneisen in die grüne Lunge des Planeten. Die Waldfläche, die
in den vergangenen Tagen niederbrannte, umfasst laut den
bolivianischen Behörden zumindest 950.000 Hektar - das entspricht der
Fläche von Kärnten. Die Vernichtung des Regenwaldes ist direkt mit
der Klimakrise verbunden. Mehr Abholzung und Brände im Amazonasgebiet
bedeuten mehr Treibhausgasemissionen und eine steigende globale
Erhitzung. Diese Klimakrise intensiviert wiederum gefährliche
Wetterextreme.

In Österreich nahm 2019 die Zahl an Hitzetagen erheblich zu: An bis
heute 56 Tagen erreichte die Temperatur 30 Grad Celsius und mehr.
Auch die Anzahl der Tropennächte stieg massiv an. An 40 Tagen sank
die Temperatur nicht unter 20 Grad. Die Sommermonate sind auch extrem
trocken ausgefallen: 60 Prozent weniger Niederschlag als üblich gab
es im Juni, 30 Prozent weniger im Juli. Aller Wahrscheinlichkeit nach
wird der Sommer 2019 damit auch zu den trockensten der Messgeschichte
zählen. Dazu Lampl: “Die Klimakrise hat Österreich fest im Griff. Mit
56 Hitzetagen und 40 Tropennächten war dieser Sommer einer der
heißesten und trockensten der Messgeschichte. Wir brauchen in
Österreich endlich eine wirksame Klimapolitik, um Menschen, Tiere und
Pflanzen vor der Erderhitzung zu schützen.”

Österreich ist vom globalen Temperaturanstieg überdurchschnittlich
stark betroffen: In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Erde im
Schnitt um etwa ein Grad Celsius erwärmt. In Österreich beträgt die
Erhitzung bereits zwei Grad. Dass der Mensch die Wetterextreme wie
Hitzewellen deutlich beinflusst, bestätigt auch die Wissenschaft: So
hat die World Weather Attribution-Partnerschaft zwischen den
Universitäten Oxford und Princeton sowie renommierten
Klimaforschungszentren errechnet, dass Hitzwellen, wie die im Juli
2019 ohne die menschengemachte Klimakrise extrem unwahrscheinlich
wären. Vor diesem Hintergrund fordern Greenpeace-AktivistInnen mit
ihrer Aktion am Wiener Stephansplatz die Politik auf, die Betroffenen
in Österreich nicht im Stich zu lassen. “Die Zeit für leere
Wahlkampfversprechen ist vorbei. Statt Scheinlösungen braucht es
wirksame Klimapolitik in Österreich: deutlich ambitioniertere
Klimaziele, eine ökosoziale Steuerreform, und unser Land muss raus
aus schmutzigem Erdöl in Autos und Heizungen”, fordert Lampl.

Bildmaterial
finden Sie unter http://bit.ly/GPBrennendeErdeFotos
Das Fotomaterial steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen
Nutzung kostenlos zur Verfügung
(© Mitja Kobal / Greenpeace)

Factsheet:
Die Greenpeace Bilanz zum Sommer 2019 finden Sie hier:
http://bit.ly/GPFactsheetBilanzSommer2019

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel