• 14.08.2019, 09:30:03
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Experten empfehlen: Jetzt besonders auf die Herkunft der Eier achten

Österreichische Qualität bietet Sicherheit für Konsumenten

Utl.: Österreichische Qualität bietet Sicherheit für Konsumenten =

Wien (OTS) - Wie ein aktueller Fall erneut zeigt, können nach
Österreich gebrachte Eier aus schlecht kontrollierter Tierhaltung
auch beim Genuss in der Gastronomie gravierende gesundheitliche
Folgen mit sich bringen. Eier sind - aus Sicht der
Lebensmittelsicherheit, aber auch aus Sicht des Tierschutzes - sehr
sensible Lebensmittel. Experten empfehlen deshalb Konsumenten und
Gastwirten, gerade im Sommer besonders auf die österreichische
Herkunft, die richtige Lagerung und Verarbeitung von Eiern zu achten.
Eine klare Kennzeichnung der Herkunft der Eier und der Haltungsform
der Hühner auf den Speisekarten bringt mehr Sicherheit für
Konsumenten. Regional erzeugte Eier sind zudem deutlich
klimafreundlicher als weit gereiste Importeier.

Eier sind sensible Lebensmittel

In den vergangenen Tagen litten mehr als 200 Konsumentinnen und
Konsumenten in acht verschiedenen Bundesländern an schweren
Verdauungsproblemen, weil polnische Käfighaltungseier aus einer
schlecht kontrollierten Tierhaltung von Eierhändlern an
österreichische Wirte verkauft und von diesen zum Verzehr angeboten
wurden.

"Österreichische Eier aus dem AMA-Gütesiegelprogramm durchlaufen
hingegen ein Programm an Maßnahmen, das bei heimischen Eiern für ein
hohes Maß an Sicherheit sorgt. Alle Tierhalter sind Mitglied beim
österreichischen Geflügelgesundheitsdienst (QGV) und halten sich an
strenge Regeln, weiß QGV-Obmann Gerhard Skreinig. "Das
österreichische Programm zur Salmonellenbekämpfung ist eines der
erfolgreichsten in der EU. Salmonellenproben werden hierzulande vom
Geflügeltierarzt oder Amtstierarzt gezogen, nicht von den
Tierhaltern. Sollte ein Tierbestand betroffen sein, so ist
sichergestellt, dass belastete Eier nicht ausgeliefert werden", so
Skreinig. Die heimische Geflügelwirtschaft hat zur Absicherung der
Tierhalter vor finanziellen Schäden vor mehreren Jahren auch eine
eigene, sehr praxistaugliche Versicherungslösung aufgebaut.

Regional kaufen bedeutet auch Klimaschutz

Während immer mehr qualitätsbewusste Gastwirte zu heimischen Eiern
greifen, wird in der organisierten Großgastronomie häufig an der
Preisschraube gedreht, weiß der Obmann der Frischeier
Erzeugergemeinschaft, Franz Kirchweger. Er ortet hier ein fehlendes
Problembewusstsein. "Wenige Cent mehr für ein Ei aus Österreich
können dafür sorgen, dass Konsumenten dieses sicher und mit gutem
Gewissen genießen können." Österreichische Hühner bekommen
gentechnikfreies Futter und der wichtigste Futterbestandteil Soja
stammt aus Europa, konkret aus dem Nachhaltigkeitsprogramm "Donau
Soja". "Für das Futter unserer Hühner werden keine Regenwälder
abgeholzt", ist der Obmann der EZG Frischei stolz. "Regional kaufen
nützt also auch dem Klima", so Kirchweger.

Konsumenten selbst entscheiden lassen

Der österreichische Lebensmitteleinzelhandel bietet in seinen
Regalen ganz bewusst schon seit Jahren nur mehr österreichische Eier
mit dem AMA-Gütesiegel an. Diese können über den Erzeugercode am Ei
und die Österreichische Eierdatenbank (www.eierdatenbank.at) bis zum
Erzeugerbetrieb zurückverfolgt werden. Die Käfighaltung entspricht
schon lange nicht mehr den ethischen Erwartungen der heimischen
Konsumenten und ist zudem in Österreich bereits verboten. Franz
Karlhuber, Obmann der ZAG, fordert deshalb eine klare Kennzeichnung
der Herkunft der Eier und der Haltungsform der Hühner, speziell in
der organisierten Großgastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung.
"Wir müssen den Kunden die Möglichkeit geben, wieder selbst zu
bestimmen, welche Eier sie essen", so Karlhuber.

Am vordringlichsten sieht der ZAG-Obmann Handlungsbedarf in der
öffentlichen Beschaffung, schließlich hat der Gesetzgeber klare
Vorgaben darüber gemacht, wie tiergerechte Geflügelhaltung in
Österreich betrieben werden muss. "Es ist nicht einzusehen, dass
allein der Preis beim Eier-Einkauf entscheidend ist. Wir können mit
dem 'Österreichpaket' bei Eiern sehr viel an Mehrwert anbieten",
erklärt Karlhuber vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zum
Thema Lebensmittelsicherheit. (Schluss)

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