- 13.08.2019, 22:00:15
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Oö. Volksblatt: "Fairness einmahnen" (von Markus EBERT)
Ausgabe vom 14. August 2019
Utl.: Ausgabe vom 14. August 2019 =
Linz (OTS) - Eher in die Binsen gegangen ist der Versuch der
Bundes-SPÖ, den anderen Parteien ein Fairnessabkommen für den
Nationalratswahlkampf schmackhaft zu machen. Einmal abgesehen davon,
dass es ohnehin eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass alle
Parteien respektvoll miteinander umgehen, ist das rote Ansinnen
scheinheilig. Denn immer wieder tun sich einzelne SPÖ-Funktionsträger
dabei hervor, andere anzupatzen. Man denke etwa an den Tiroler
SPÖ-Chef Georg Dornauer, der erst kürzlich auf Basis eines
mutmaßlichen Fake-Mails eine ÖVP-Mandatarin öffentlich der Annahme
illegaler Parteispenden bezichtigte. Reaktion der Bundes-SPÖ:
Schweigen.
Jetzt hat sich wieder einmal die SPÖ-Langenzersdorf hervorgetan und
den Brandanschlag auf die FPÖ-Zentrale in St. Pölten dazu benutzt,
zwischen Blauen und Nazis eine Analogie herzustellen. Es ist nicht
der erste Ausritt der niederösterreichischen Genossen, Worte des
Bedauerns aus der Bundes-SPÖ waren nie zu hören.
Man kann es drehen und wenden wie man will: SPÖ-Vorsitzende Pamela
Rendi-Wagner hat in ihren Provinzen Personalprobleme, die auf die
rote Spitzenkandidatin zurückfallen. Eigentlich müsste die SPÖ-Chefin
schon aus Eigennutz auf den Tisch hauen und für Fairness im Umgang
mit den Mitbewerbern sorgen.
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