Deutschklassen – Hammerschmid sieht Kritik bestätigt und fordert mehr Schulautonomie und mehr LehrerInnen

Kürzungen des Integrationstopfes zurücknehmen

Wien (OTS/SK) - Die heutigen Berichte über die enttäuschenden Ergebnisse der Deutschklassen bestätigen für SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid die Kritik der SPÖ und der ExpertInnen: „Zahlreiche WissenschafterInnen – von EntwicklungspsychologInnen bis SprachwissenschafterInnen – haben davor gewarnt, Kinder aus dem Klassenverband zu nehmen und zu segregieren“, erinnert Hammerschmid u.a. an das ExpertInnen-Hearing im Unterrichtsausschuss. Die SPÖ bekräftigt deshalb ihre Forderung nach einer Kurskorrektur: „Es braucht mehr Autonomie für die LehrerInnen, wie sie die Sprachförderung am Standort gestalten, und die Schulen brauchen ausreichend Ressourcen. Die Kürzungen des Integrationstopfes – u.a. wurden 450 SprachpädagogInnen gestrichen – müssen wieder zurückgenommen werden.“ ****

Weitere Probleme: Die Gruppen sind zu groß, es fehlt speziell ausgebildetes Personal für Deutsch als Zweitsprache, Förderstunden in der Klasse wurden von 11 auf sechs Stunden gekürzt und den Schulen fehlt oftmals die Infrastruktur. „Die schwachen Ergebnisse nach einem Jahr Deutschklassen waren also erwartbar – ÖVP und FPÖ haben freilich alle Warnungen ignoriert“, kritisiert Hammerschmid.

Unverständlich ist für die SPÖ-Bildungssprecherin die Aussage aus dem Ministerium, die Autonomie der Schulen habe bisher nicht funktioniert. „2016 wurden Sprachstartgruppen und integrative Sprachförderung eingeführt. Türkis-Blau hat diese Maßnahmen gestrichen – ebenso wie die geplante Evaluierung. Man hat der Sache keine Zeit gegeben und so konnten auch die Effekte nicht untersucht werden“, erinnert Hammerschmid. (Schluss) ah

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