Call for Papers voller Erfolg

6. Mitteleuropäische Biomassekonferenz CEBC 2020 auf Schiene

Wien (OTS) - Mit knapp 200 Einreichungen war der Call for Papers für die Mitteleuropäische Biomassekonferenz CEBC 2020 wieder ein voller Erfolg. Aufgrund der aktuellen Klimaschutzdebatte, den anstehenden Weichenstellungen für die Energiewende und den enormen Schadholzmengen wird der Österreichische Biomasse-Verband noch die Sondercalls „100 Prozent erneuerbares Erdgas“ und „Erdölfreie Land- und Forstwirtschaft“ durchführen. Die Einreichfrist für diese Calls ist der 30. September. Zusätzlich wird aufgrund mehrfacher Anfragen im Programm einen Late Abstract Slot eingerichtet, der es ermöglicht, auch neueste Forschungsergebnisse in das Programm zu integrieren. Detaillierte Information zur Gestaltung des Abstracts, zum Wissenschaftlichen Komitee, zur Einreichung und Programm können auf der Homepage (www.cebc.at) entnommen werden.

100 Prozent erneuerbares Erdgas

Der Österreichische Biomasse-Verband und der Fachverband Gas Wärme haben gemeinsam eine Potenzial-Studie zu grünem Erdgas beauftragt (https://www.ots.at/redirect/biomasseverband23).Die Studienautoren kamen zum Ergebnis, dass bei entsprechender Reduktion des Gasverbrauches und der Mobilisierung der vorhandenen Potenziale, dieses durch den Einsatz moderner Technologien erneuerbar bereitgestellt werden kann. Der Weg dorthin muss allerdings noch konzipiert, eine Fülle an offenen Fragen geklärt und Hindernisse beseitigt werden. Neben der Produktion von BIO-SNG, die Produktion von Wasserstoff aus Biomasse, ist auch der Ersatz von Erdgas durch lokal produziertes Produktgas in Industrieanlagen ein möglicher Ansatz. Daher wird um Einreichungen zu folgenden Themen gebeten:

  • Erzeugung von BIO-SNG aus Biomasse
  • Überregionale Logistikkonzepte für Biomassegroßanlagen
  • Produktgasaufbereitung für die Einspeisung im Erdgasnetz
  • Ersatz von Erdgas durch Produktgas in bestehenden Brennern
  • Betriebswirtschaftliche Analysen von Anlagenkonzepten
  • Rohstoffflexibilisierung in bestehenden und künftigen Anlagen
  • Unterstützungsregime zur Realisierung von Reallaboren
  • Konzepte zur breiten Markteinführung
  • Rechtliche Hindernisse und Erfordernisse zur Realisierung von Anlagen
  • THG-Einsparpotenziale verschiedener Konzepte
  • Optimale Standorte zur Realisierung von Anlagen
  • Systemgrenzen zwischen Rohstofflieferanten, Anlagen- sowie Netzbetreibern und Endkunden
  • Synergieeffekte mit der Methanerzeugung aus Strom
  • Konflikte und Synergien zwischen erneuerbarem Erdgas und Biomasseeinzelfeuerungen
  • Wasserstofferzeugung aus Biomasse
  • Regionale Pelletierung von land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen
  • Aufrüstung von bestehenden Nahwärm-, Biogas-, KWK-Anlagen und Kraftwerken
  • Praxisbeispiele aus allen Bereichen

Erdölfreie Land- und Forstwirtschaft

Die größten Potenziale an erneuerbarer Energie liegen in der Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen und Nebenprodukten. Die Land- und Forstwirtschaft ist jedoch selbst noch in hohem Ausmaß von Erdöl als Treibstoff abhängig. Neben Biotreibstoffen der 1. Generation sowie Elektromobilität, stehen zunehmend Anlagenkonzepte zur Produktion von Ersatztreibstoffen der 2. Generation wie BIO-SNG oder Fischer-Tropsch-Diesel aber auch Wasserstoff zur Verfügung. Auf welche der Konzepte gesetzt werden soll, ist offen. Daher wird um Einreichungen zu folgenden Themen gebeten:

  • Erzeugung von Treibstoffen aus Biomasse
  • Alternative Anriebe für den land- und forstwirtschaftlichen Maschinenpark
  • Anforderungen an den künftigen land- und forstwirtschaftlichen Maschinenpark
  • Betriebswirtschaftliche Analysen von Anlagenkonzepten
  • Genossenschaftliche Ansätze zur Eigenversorgung mit Treibstoffen
  • Unterstützungsregime zur Realisierung von Reallaboren
  • Rechtliche Hindernisse und Erfordernisse zur Realisierung von Anlagen
  • Konzepte zur breiten Markteinführung
  • THG-Einsparpotenziale verschiedener Konzepte
  • Synergieeffekte zwischen Lebensmittel- und Treibstoffproduktion
  • Praxisbeispiele aus allen Bereichen


6. Mitteleuropäische Biomassekonferenz (CEBC 2020)

Die 6. Mitteleuropäische Biomassekonferenz vernetzt auch 2020 Anwender, Unternehmen, Forscher, Entwickler, politische Entscheidungsträger sowie Rohstoffproduzenten und Händler. Die Konferenz findet vom 22.-24. Jänner in der Messe Graz statt. Mit mehr als 1.500 Teilnehmern aus allen Kontinenten zählt sie zu den weltweit größten Veranstaltungen der Branche. Die 6. CEBC steht unter dem Motto „Greening the Strategies“ und überprüft, ob die Greening-Strategien der Fernwärme-, Gas- und Strombranche zu einem ernstgemeinten Ausstieg aus fossilen Energien in die Praxis umgesetzt werden können. Im Zuge der aktuellen Debatten rund um das Thema nachhaltige Energiepolitik werden Zukunftsmärkte und das Schließen von Kreisläufen auf der Konferenz eine große Rolle spielen. Außerdem dürfen sich Besucher/innen auf interessante Beiträge und Workshops zu den Themen Bioökonomie, Dekarbonisierung, Biomasse- und Reststoffpotenziale, Pyrolyse, uvm. freuen. Das Programm wird durch verschiedene Exkursionen und unser traditionelles Konferenzdinner abgerundet. Besucher/innen der CEBC haben die Möglichkeit, auch die zeitgleich stattfindende „Häuslbauer“-Messe zu besuchen, die eine hervorragende Ergänzung darstellt.

Weitere Informationen: www.cebc.at

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Biomasse-Verband
Corinna Gabauer
+43 (0)1 533 07 97 – 28
gabauer@biomasseverband.at

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