- 02.08.2019, 12:57:11
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ÖÄK zu ELGA: Ärzte sind keine Versuchskaninchen
ELGA muss neu konzipiert werden, damit nicht weiter mit sensiblen Patientendaten experimentiert wird, kritisiert die Österreichische Ärztekammer.
Utl.: ELGA muss neu konzipiert werden, damit nicht weiter mit
sensiblen Patientendaten experimentiert wird, kritisiert die
Österreichische Ärztekammer. =
Wien (OTS) - „Es geht nicht, dass man derart unvorbereitet ein so
großes Projekt beginnt, ohne es vorab genügend zu testen“, reagieren
die ÖÄK-Vizepräsidenten Harald Mayer und Johannes Steinhart,
Kurienobmänner der angestellten und niedergelassenen Ärzte, mit
Unverständnis auf eine jüngst getätigte Aussage von Volker
Schörghofer, dem für ELGA zuständigen Generaldirektorstellvertreter
im Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Gegenüber der "Presse"
hatte er gemeint, dass die jüngsten Ausfälle nicht zu verhindern
gewesen wären, weil es „Massentests“ benötige, um mögliche
Schwierigkeiten zu erkennen. Zu den massiven Problemen sei es
gekommen, weil viele Ärztinnen und Ärzte zeitgleich auf ELGA
zugegriffen hätten. „Wie soll dann ELGA in großem Maßstab
funktionieren, wenn es wirklich flächendeckend von niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten und allen Spitalsträgern genutzt wird?“,
kritisiert Mayer. Ein derart großes Projekt wie ELGA müsse schon vor
Inbetriebnahme technisch ausgereift sein: „Ärztinnen und Ärzte sind
keine Versuchskaninchen!“.
Nicht mit Patientendaten experimentieren
Es sei genau das eingetroffen, wovor die Ärztekammer immer gewarnt
habe, ergänzt Steinhart: „ELGA war von Anfang an nicht ausgereift,
die Ausfälle verärgern Ärztinnen und Ärzte und Patientinnen und
Patienten gleichermaßen und führen zu unnötigen Wartezeiten in den
Praxen“, kritisiert er. „Es kann nicht sein, dass mit sensiblen
Patientendaten experimentiert wird. ELGA muss neu konzipiert werden“,
fordert Steinhart. (sn)
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