• 30.07.2019, 22:00:16
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  • OTS0107

Oö. Volksblatt: "Hofers Spagat" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 31. Juli 2019

Utl.: Ausgabe vom 31. Juli 2019 =

Linz (OTS) - Allzuviel Geld sollte man nicht darauf verwetten, dass
es zu keinem Politik-Comeback von Heinz-Christian Strache kommt. Wenn
69 Prozent der FPÖ-Anhänger die Rückkehr des Ibiza-Fans begrüßen,
wird das auch der aktuellen Parteispitze zu denken geben. Norbert
Hofer und Herbert Kickl wissen, dass sie das Wählerpotenzial, das
Strache bindet, nicht einfach vor den Kopf stoßen können.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Straches Nachfolger
an der Parteispitze in der Comeback-Frage im ZiB-Interview als
Meister des Spagats erwies: Zuerst Aufklärung, dann Wiederkehr;
unentschuldbare Aussagen im Ibiza-Video, aber alles, was Strache
gesagt habe, „hat nicht stattgefunden“ (Denkt da jemand an einen
Persilschein?) — um nur zwei Beispiele zu nennen. Mit der
Argumentation, dass letztlich der Ball beim Wähler liege, kam Hofer
aber nicht durch und musste eingestehen, dass die Partei über eine
Kandidatur Straches entscheidet.
Anzunehmen ist jedenfalls, dass sich der Strache-Fanklub auf Dauer
nicht mit Floskeln hinhalten lassen wird. Auch wenn derzeit die auch
in Meinungsumfragen dokumentierte Geschlossenheit der FPÖ betont
wird, so hat die Strache-Frage sehr wohl das Potential für gröbere
innerparteiliche Verwerfungen.

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