• 19.07.2019, 10:13:50
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  • OTS0027

Kirchenglocken gegen Hunger, am 26. Juli 2019, 15:00, in ganz Österreich und in Südtirol

Landau und Elbs: „Hunger ist grauenhaft. Kinder, die an Hunger leiden – das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, ja, ein Riesen-Skandal!“

Utl.: Landau und Elbs: „Hunger ist grauenhaft. Kinder, die an Hunger
leiden – das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, ja,
ein Riesen-Skandal!“ =

Wien (OTS) - Auf Beschluss der österreichischen Bischofskonferenz
wird heuer bereits zum dritten Mal die Aktion „Glocken gegen Hunger“
stattfinden: Am 26. Juli werden um 15 Uhr in 3.000 Pfarrgemeinden in
ganz Österreich und heuer erstmals auch in Südtirol in der Diözese
Bozen-Brixen die Kirchenglocken mindestens fünf Minuten lang läuten.
Das Läuten soll – zur Sterbestunde Jesu – darauf aufmerksam machen,
dass täglich Menschen an Hunger sterben. Gleichzeitig soll das
Glockenläuten zum Engagement gegen Hunger aufrufen.

Caritas Präsident Michael Landau und Bischof Benno Elbs: „150
Millionen Kinder unter fünf Jahren sind weltweit chronisch
unterernährt. Wir wollen und wir dürfen uns damit nicht abfinden.
Hunger ist kein Naturgesetz. Wir haben heute die Fähigkeiten, Mittel
und Möglichkeiten, um den Hunger in der Welt zu beseitigen – wir
müssen es nur tun! Die Aktion 'Glocken gegen den Hunger' ist ein
Weckruf für uns alle, aufzustehen gegen die ungeheuerliche Tatsache,
dass auch heute noch Menschen Hunger leiden müssen. Unsere
Solidarität ist gefragt - und konkrete Hilfe."

821 Millionen Menschen leiden derzeit an Hunger. Somit hat ungefähr
jeder zehnte Mensch auf der Welt nicht genug zu essen. Laut
aktuellstem Bericht der UN-Welternährungsorganisation ist diese Zahl
leider wieder gestiegen und nun wieder so hoch wie zuletzt vor 10
Jahren.

Landau und Elbs: „So lange Kinder verhungern, dürfen wir als
Gemeinschaft nicht
wegschauen! Die Hilfe kommt an. Sie rettet Leben, schenkt Hoffnung
und
gibt Menschen Zukunft. Werden wir zu Anwälten von all jenen Menschen,
die nicht für sich selbst Hilfe erbitten können!“

Neben Konflikten ist die Klimakrise eine Hauptursache von
Hunger und Unterernährung.

„Die Klimakrise ist ein Thema, das wir nur gemeinsam angehen können.
Hier kommt es auf jede und jeden Einzelnen an, aber auch auf das
offizielle Österreich und ein starkes, solidarisches Europa“, so
Bischof Benno Elbs und Caritas Präsident Michael Landau. „Hier wird
es nur gemeinsame Lösungen geben können. Mit nationalstaatlichem
Egoismus kommen wir nicht weiter. Und Faktum ist auch, dass
diejenigen am meisten unter der Klimakrise leiden, die diese Krise am
wenigsten verursacht haben.“ Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der
Schöpfung gehören für die Kirchen untrennbar zusammen.

40.000 Familien langfristig vor Hunger bewahren

Jeden Tag kämpfen Millionen Mütter und Väter weltweit darum, dass
ihre Kinder nicht hungrig einschlafen müssen: In Afrika ist jedes
dritte Kind chronisch unterernährt. Diese Kinder sind zu klein für
ihr Alter, ihre Organe wachsen nicht, sie können sich körperlich und
geistig nicht altersgemäß entwickeln.
Mit der Unterstützung der Spenderinnen und Spender hat sich die
Caritas zum Ziel gesetzt, 40.000 Familien in 15 Ländern Afrikas und
Asiens dabei zu unterstützen, ihre Ernährung langfristig zu sichern
und sie vor den Langzeitfolgen von Hunger und Unterernährung zu
bewahren.

Die Erde ist unser gemeinsames Haus, unsere gemeinsame Heimat. Daran
erinnert Papst Franziskus in der 2015 erschienen Enzyklika „Laudato
Si“. Und er sagt weiter: „Wir haben nur einen Planeten, und daher
haben wir die Verpflichtung und die Verantwortung, diesen gemeinsam
zu schützen und zu bewahren“.

Elbs und Landau: „Als Kirche setzen wir mit dem österreichweiten
Glockenläuten ein starkes Signal. Und die rund 3000 Pfarrgemeinden
Österreichs drücken als Teil der Weltkirche damit aus, dass uns das
Leid in anderen Teilen der Welt etwas angeht.“

Glockenläuten-Highlights:

Vorarlberg:
26.Juli, 13:30: Fahrrad-Korso durch Dornbirn um mit Fahrradglocken
auf das Thema Hunger aufmerksam zu machen (youngCaritas) „Pimp up
your bike“ und Fahrt durch Dornbirn. https://bit.ly/2Gg7gDJ

Tirol:
Auch in Tirol sind alle Pfarren aufgerufen, die Kirchenglocken zur
Sterbestunde Jesu fünf Minuten lang läuten zu lassen, um den Schrei
nach Wasser und Brot so vieler Menschen zu hören und mit unserer
Hilfe zu stillen. Danke für jede Unterstützung. www.durststiller.at

Salzburg:
Flashmob mit Trommlern am Residenzplatz
Der „Trommel Rhythmus Salzburg“ mit Organisator Helmut Bimashofer und
15 Trommlern wird um 14.50 Uhr am Residenzplatz einen Flashmob
machen, um 15.00 Uhr läuten die Kirchenglocken fünf Minuten lang, im
Anschluss findet am Mozartplatz ein Trommel-Konzert zugunsten der
Caritas Salzburg statt.

Steiermark:
Die Caritas Steiermark stellt in einer Pressekonferenz am Donnerstag,
25. 7. die Idee hinter dem Glockenläuten sowie die Projekte der
steirischen Auslandshilfe in Südsudan und Burundi vor. Mit
Caritasdirektor Herbert Beiglböck, Ernst Theussl, Vorstand der
Katholischen Männerbewegung, unterstützt mit dem Programm „Sei so
frei“, sowie Alois Gölles von der Essigmanufaktur Gölles, die
Caritas-Projekte zu nachhaltiger Landwirtschaft in Süsudan mit 1 Euro
pro Flasche unterstützt.

Kärnten:
Freitag, 26. Juli 2019: Wanderung gegen den Hunger mit
Caritasdirektor Josef Marketz und MitarbeiterInnen der Auslandshilfe
auf den Dobratsch/Dobrač: Treffpunkt ist um 15 Uhr bei der windischen
(slowenischen) Kirche bzw. bei der deutschen Kirche auf dem Gipfel.
Nach dem Glockenläuten und einer Andacht in beiden Kirchen gibt es
ein Beisammensein beim Gipfelhaus. Anmeldungen und nähere Infos:
[email protected]. Bei Schlechtwetter entfällt die
Veranstaltung. Es wird keine Haftung übernommen. Weitere
Informationen zur Hungerkampagne: www.caritas-kaernten.at/hunger

Niederösterreich:
„Jeder 10. Mensch weltweit leidet an Hunger. Um auf diesen stillen
Skandal aufmerksam zu machen, läuten am Freitag, 26. Juli 2019, um 15
Uhr österreichweit die Kirchenglocken. Das Läuten – zur Sterbestunde
Jesu – soll Aufmerksamkeit erregen, aber auch zum Engagement gegen
Hunger aufrufen.“, so Caritasdirektor Hannes Ziselsberger.
Fotos & Informationen unter: https://bit.ly/2xXCWJO

Wien:
Neben anderer Pfarren der Erzdiözese Wien ist auch der Stephansdom an
der Aktion beteiligt - 8 Glocken im Südturm läuten mit!

Burgenland:
Martin Korpitsch, Generalvikar der Diözese Eisenstadt: „Wenn Glocken
läuten, ist das immer eine Einladung zur Hilfe. Sie haben aber auch
immer schon vor Gefahr gewarnt. Und wenn Hunger groß ist, ist das
eine Warnung. Wir werden um 15 Uhr am Freitag die Kirchenglocken im
ganzen Land läuten. Da läuten normal die Glocken zur Erinnerung an
den Tod und die Auferstehung Christi. Dass dieses Tun gegen den
Hunger mit der Auferstehung zu tun hat, ist der Grund, warum ich mich
einsetze!“

Bitte helfen Sie mit!
Spendenbeispiele 10 Euro sichern die Ernährung für einen Menschen für
einen Monat.
20 Euro sichern notwendigen Milchzusatzbrei für drei Monate für ein
Kleinkind im Ernährungszentrum.
40 Euro ermöglichen den Kauf einer Ziege im Rahmen eines
Landwirtschaftsprojekts für Kleinbäuerinnen.

Weitere Informationen dazu gibt es hier: www.caritas.at/hunger

Caritas Spendenkonto:

BAWAG P.S.K.
BIC: BAWAATWW
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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