Oö. Volksblatt: "Opposition" (von Herbert SCHICHO)

Ausgabe vom 12. Juli 2019

Linz (OTS) - Kanzlerin Bierlein und ihre Regierung sind angetreten, das Land zu verwalten und nicht zu gestalten. Deshalb ist es durchaus verständlich, wenn die Übergangskanzlerin für Österreichs Topposten in Brüssel auf Bewährtes setzt. Und mit Gio Hahn macht sie sicher nichts falsch, denn der 61-Jährige beweist seit neun Jahren, dass er Kommissar kann – der einzig geäußerte Wermutstropfen ist, dass er halt keine Johanna ist. Damit hat Bierlein die vermutlich heikelste Pflichtaufgabe ihrer Amtszeit gemeistert. Und Bierlein hat damit wohl auch der designierten Kommissionspräsidentin von der Leyen einen Gefallen getan, denn es macht durchaus Sinn, in einem Team auch erfahrene Kräfte einzusetzen – egal, welches Ressort er letztendlich zu verantworten hat.
Ein bisschen befremdlich ist es allerdings schon, wenn unsere EU-Abgeordneten von SPÖ und Grünen zwar einerseits von der Leyen grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen aber andererseits ihre Ankündigung der 50 Prozent einmahnen – wer „a“ sagt, sollte auch „b“ sagen. Aber vielleicht ist es auch die Brüsseler Luft, die den Ex-SPÖ-Klubchef Schieder erneut in Opposition mit seiner Nachfolgerin und Parteichefin Rendi-Wagner bringt.

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