• 11.07.2019, 22:00:02
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  • OTS0171

Oö. Volksblatt: "Opposition" (von Herbert SCHICHO)

Ausgabe vom 12. Juli 2019

Utl.: Ausgabe vom 12. Juli 2019 =

Linz (OTS) - Kanzlerin Bierlein und ihre Regierung sind angetreten,
das Land zu verwalten und nicht zu gestalten. Deshalb ist es durchaus
verständlich, wenn die Übergangskanzlerin für Österreichs Topposten
in Brüssel auf Bewährtes setzt. Und mit Gio Hahn macht sie sicher
nichts falsch, denn der 61-Jährige beweist seit neun Jahren, dass er
Kommissar kann – der einzig geäußerte Wermutstropfen ist, dass er
halt keine Johanna ist. Damit hat Bierlein die vermutlich heikelste
Pflichtaufgabe ihrer Amtszeit gemeistert. Und Bierlein hat damit wohl
auch der designierten Kommissionspräsidentin von der Leyen einen
Gefallen getan, denn es macht durchaus Sinn, in einem Team auch
erfahrene Kräfte einzusetzen – egal, welches Ressort er letztendlich
zu verantworten hat.
Ein bisschen befremdlich ist es allerdings schon, wenn unsere
EU-Abgeordneten von SPÖ und Grünen zwar einerseits von der Leyen
grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen aber andererseits ihre
Ankündigung der 50 Prozent einmahnen – wer „a“ sagt, sollte auch „b“
sagen. Aber vielleicht ist es auch die Brüsseler Luft, die den
Ex-SPÖ-Klubchef Schieder erneut in Opposition mit seiner Nachfolgerin
und Parteichefin Rendi-Wagner bringt.

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