Oö. Volksblatt: "In Linz beginnt's" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 6. JUli 2019

Linz (OTS) - Irgendwie wird man den Verdacht nicht los, dass im Linzer Rathaus eigenartige Zustände herrschen. Egal, ob es um die Swap-Affäre geht, um die verschlampte Bearbeitung von Verwaltungsstrafen oder nun um seltsame Vorgänge rund um das Meldewesen: Überall, wo es nach Missständen riecht, riecht es auch nach politischer Untätigkeit, nach Nicht-Wissen (oder Nicht-Wissen-Wollen), nach Managementfehlern und nach einem starken Hang zur Vertuschung und zum Durchtauchen.
Beim Swap will keiner der damals politisch Verantwortlichen (nur zur Erinnerung: alles Rote) gewusst haben, wie die fatale Kurs-Zins-Spekulation auf den Schweizer Franken überhaupt zustande gekommen ist, die die Landeshauptstadt noch ins gröbste finanzielle Unglück stürzen könnte. In der Aktenaffäre habe der Rechnungshof ein „Versagen der verantwortlichen Politik und der Spitzenbeamten“ ausgemacht, wie der Vorsitzende des Landtags-Kontrollausschusses, Gottfried Hirz, konstatierte. Und jetzt gibt es zwar jede Menge Fragen zur Anzeigen-Explosion, aber vom Bürgermeister darauf im Gemeinderat keine Antworten.
„In Linz beginnt's“ heißt es landläufig, doch eigentlich drängt sich dazu einen Gegenfrage auf: Wann hört das mit den Affären endlich auf?

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