ÖH ad Medizinaufnahmetests: Stopp mit dem Studienplatzroulette!

1680 Plätze für 16.443 interessierte Personen sind ein Schlag ins Gesicht der freien Bildung

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) verurteilt die Zugangsbeschränkungen im Medizinstudium aufs Schärfste.

„Wir stellen uns ganz klar gegen jegliche Zugangsbeschränkungen. Der MedAT ist das Paradebeispiel, das jegliche Befürchtung gegenüber Zugangsbeschränkungen bestätigt“, so Adrijana Novaković vom Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung. In den letzten Jahren stieg die Nachfrage am Medizinstudium massiv, mit ihr fiel die soziale Durchmischung der Studierenden im Studium laut einer Studie der Arbeiterkammer. „Der Test ist ganz klar sozial selektiv. Vorbereitungskurse um mehrere tausende Euro kann sich nicht jede_r leisten, das lässt sich auch mit keinem Statement der Medizin Unis wegreden“, erklärt Dora Jandl. „Auch die geprüften Testinhalte werden immer willkürlicher. Beispielsweise etwas so Subjektives, wie Emotionen per Multiple Choice-Test abzuprüfen, ist an Absurdität nicht zu überbieten“, ergänzt Desmond Grossmann.

Die ÖH spricht sich für einen freien und offenen Hochschulzugang aus und fordert eine Ausfinanzierung der Hochschulen. Es liegt beim Staat genügend Studienplätze zu schaffen und eine anständige Orientierungsphase zu bieten. Um hier Universitäten und Wissenschaftsministerium zum besseren Verständnis zu verhelfen, bedient sich die ÖH dem Testbestandteil „Implikationen erkennen“ aus dem MedAT - diese Aufgabengruppe misst die Fähigkeit, aus Aussagen logisch zwingende Schlussfolgerungen ziehen zu können:

Aussage 1: Alle Zugangsbeschränkungen sind sozial selektiv.
Aussage 2: Der MedAT ist eine Zugangsbeschränkung.

Die jährlichen Aufnahmetests für das Medizinstudium (kurz: MedAt) an den Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie der Medizin-Fakultät an der Uni Linz starten am Freitag. Heuer gibt es auf 1.680 zu vergebende Plätze ca. 16.400 Bewerber_innen. Allein in Wien wollen rund 8.200 Studieninteressierte Medizin studieren.

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