• 01.07.2019, 08:00:01
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Greenpeace: ÖVP und FPÖ müssen Plastikreduktion umsetzen

Umweltschutzorganisation fordert Einhaltung der minus 25 Prozent - Verbot von Kunststofftaschen allein kann nur Bruchteil des Plastikmülls verhindern

Utl.: Umweltschutzorganisation fordert Einhaltung der minus 25
Prozent - Verbot von Kunststofftaschen allein kann nur
Bruchteil des Plastikmülls verhindern =

Wien (OTS) - Bei der Plenarsitzung des Parlaments am 2. Juli wird
über den von ÖVP und FPÖ eingebrachten Initiativantrag zum
Plastiksackerlverbot abgestimmt. Das Verbot wurde von der damaligen
Ministerin Elisabeth Köstinger im Dezember 2018 verkündet - genau wie
das Ziel, bis 2025 bis zu 25 Prozent der Plastikverpackungen in
Österreich einsparen zu wollen. Doch dieses Reduktionsziel kommt im
Gesetzesvorschlag nicht vor. Greenpeace fordert ÖVP und FPÖ auf, sich
an ihr Versprechen zu halten und das Reduktionsziel rechtlich zu
verankern. Damit können bis zu 75.000 Tonnen Plastikmüll im Jahr
eingespart werden.

"Die Bevölkerung hat die Nase voll von den Bergen an Plastikmüll in
den Geschäften. Das Plastiksackerlverbot allein befreit uns aber nur
von einem Bruchteil des Mülls. Damit signifikant weniger Plastik in
Umlauf kommt, müssen die Verpackungen um ein Viertel weniger werden.
Wenn das Reduktionsziel nicht kommt, geht das Plastiksackerlverbot
als größter PR-Gag von Schwarz-Blau in die Geschichtsbücher ein",
sagt Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in
Österreich.

In Österreich landen jährlich 300.000 Tonnen Plastikverpackungen im
Müll - um zwei Drittel mehr als noch vor 20 Jahren. Mit einem
Plastiksackerlverbot könnten maximal 7.000 Tonnen pro Jahr eingespart
werden. Im Vergleich dazu bringen die angekündigten 25 Prozent bis zu
75.000 Tonnen weniger Plastikmüll. Das ist mehr als zehnmal so viel.
Der Initiativantrag von ÖVP und FPÖ beinhaltet das angekündigte
Einsparungsziel dennoch nicht. Die SPÖ hat vor, einen Änderungsantrag
einzubringen, um die die Plastikreduktion um 25 Prozent gesetzlich zu
verankern. "Ex-Ministerin Elisabeth Köstinger hat verkündet, den
Plastikmüll um ein Viertel zu verringern. Österreich kann damit
zehnmal mehr Plastikmüll einsparen als mit dem
Kunststoffsackerlverbot allein. Nun folgt die Nagelprobe: Die ÖVP
darf nicht bei einer reinen Ankündigungspolitik bleiben, sondern muss
das Reduktionsziel jetzt gesetzlich verankern. Nur so können wir in
Österreich der Plastikflut einen Riegel vorschieben", fordert Kaller.

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