Bundesjugendvertretung: Sexuelle Bildung flächendeckend ausbauen!

Sexualpädagogik an Schulen mit externen ExpertInnen muss bestehen bleiben

Wien (OTS) - Externen Vereinen und Organisationen, die einen enorm wichtigen Beitrag zur sexuellen Bildung an den österreichischen Schulen leisten, droht der gänzliche Ausschluss von der Durchführung schulischer Sexualpädagogik. Grund dafür ist ein aktueller Entschließungsantrag, der nächste Woche im Unterrichtsausschuss behandelt wird. „Österreich ist von einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Sexualpädagogik für Kinder und Jugendliche noch immer weit entfernt. Umso wichtiger ist daher der Einsatz externer ExpertInnen an unseren Schulen. Diese von der wichtigen sexualpädagogischen Arbeit an den Schulen auszuschließen, wäre fatal und ein großer Rückschritt im Bildungsbereich!“, kritisiert BJV-Vorsitzender Jakob Ulbrich.

Sexuelle Bildung garantiert einen maßgeblichen Anteil zur Selbstbestimmung und trägt zum Wissen über den eigenen Körper bei. In ihrer Ausbildung und täglichen Arbeit setzen sich SexualpädagogInnen mit Themen und Fragestellungen zu Sexualität und Prävention ein. Die Vorteile externer Vereine zur sexuellen Bildung sind erwiesen. Sie leisten enorm wichtige Aufklärungsarbeit im Schulunterricht und tragen u.a. zur Prävention von Teenager-Schwangerschaften, sexuell übertragbaren Krankheiten und sexualisierter Gewalt bei.

„Die Arbeit mit externen Vereinen ist für SchülerInnen besonders wichtig, weil sie ausreichend Anonymität bietet, um über körperbezogene Tabuthemen wie Menstruation und Sexualität zu sprechen. Denn für viele junge Menschen ist es unangenehm mit Lehrpersonal, das im Anschluss bei Tests und Schularbeiten benotet, offen über Sexualität und Verhütung zu sprechen. Außerdem fehlt in vielen Fällen die notwendige Ausbildung, um Themen wie Sexualität im Unterricht zu behandeln.“, betont BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits.

Die BJV fordert daher endlich die flächendeckende Umsetzung qualitativ hochwertiger Angebote zur sexuellen Bildung. Die Anerkennung der Relevanz externer Sexualpädagogik zeigt auch der kürzlich beschlossene Akkreditierungsrat des Bundesministeriums, der sich gezielt dafür einsetzen soll, qualitätsvolle Sexualpädagogik in der Schule zu garantieren.

Die BJV appelliert an die Politik, gute sexuelle Bildung für alle Kinder und Jugendlichen durch externe Vereine und Organisationen zu garantieren. Diese sind aufgrund ihrer Expertise eine Bereicherung für den Schulalltag und eine wichtige Komponente zum richtigen Umgang mit Sexualität für junge Menschen.

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