Blut spenden: Kleiner Aufwand, großer Erfolg

Anlässlich des Weltblutspendetags appelliert die Österreichische Ärztekammer an die Bevölkerung. Gerade im Sommer kommt es immer wieder zu Engpässen in den Spitälern.

Wien (OTS) - Es sind 450 Milliliter Blut, die mit einem kleinen Stich entnommen werden. „Wer regelmäßig Blut spendet, rettet Menschenleben“, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Derzeit werden österreichweit jährlich rund 470.000 Blutkonserven für Kranke und Unfallopfer benötigt. „Dem medizinischen Fortschritt, etwa dem vermehrten Einsatz minimalinvasiver Operationsmethoden, ist es zu verdanken, dass wir in den Spitälern grundsätzlich weniger Blutkonserven benötigen – allerdings ist auch die Bereitschaft in der Bevölkerung, regelmäßig Blut zu spenden, gesunken“, sagt Harald Mayer, Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte und ÖÄK-Vizepräsident. Er erinnert daran, dass gerade in den Sommermonaten in Österreichs Spitälern der Bedarf an Blutkonserven steigt: „Nicht nur urlaubsbedingt kommt es in unseren Krankenhäusern immer wieder zu Blutengpässen. Der Bedarf an Blutkonserven ist im Sommer durch die höhere Anzahl von Polytraumen höher, etwa aufgrund von Verkehrs- und Freizeitunfällen“, sagt der ÖÄK-Vizepräsident.

Eine Blutspende ist grundsätzlich ab dem 18. Lebensjahr möglich, vorausgesetzt das Körpergewicht beträgt mindestens 50 Kilogramm. Vor einer Spende wird die gesundheitliche Eignung des Blutspenders geprüft. „Die ausführliche Anamnese durch den Arzt und die labormedizinische Untersuchung sind absolut notwendig, um die Qualität des Blutes sicherzustellen und Risiken, etwa für Infektionen, minimal zu halten“, sagt Mayer.

Die Geschichte der Bluttransfusion ist auch eng mit Österreich verbunden: „Der Weltblutspendertag am 14. Juni fällt auf den Geburtstag des Entdeckers der Blutgruppen, den österreichischen Nobelpreisträger Karl Landsteiner. Gerade als Österreicher sollten wir eigentlich Vorreiter im Blutspenden sein“, sagt Szekeres. Der Weltblutspendetag wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), der Internationalen Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und der Internationalen Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) koordiniert.

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