• 13.06.2019, 08:27:40
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Blut spenden: Kleiner Aufwand, großer Erfolg

Anlässlich des Weltblutspendetags appelliert die Österreichische Ärztekammer an die Bevölkerung. Gerade im Sommer kommt es immer wieder zu Engpässen in den Spitälern.

Utl.: Anlässlich des Weltblutspendetags appelliert die
Österreichische Ärztekammer an die Bevölkerung. Gerade im
Sommer kommt es immer wieder zu Engpässen in den Spitälern. =

Wien (OTS) - Es sind 450 Milliliter Blut, die mit einem kleinen Stich
entnommen werden. „Wer regelmäßig Blut spendet, rettet
Menschenleben“, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Derzeit
werden österreichweit jährlich rund 470.000 Blutkonserven für Kranke
und Unfallopfer benötigt. „Dem medizinischen Fortschritt, etwa dem
vermehrten Einsatz minimalinvasiver Operationsmethoden, ist es zu
verdanken, dass wir in den Spitälern grundsätzlich weniger
Blutkonserven benötigen – allerdings ist auch die Bereitschaft in der
Bevölkerung, regelmäßig Blut zu spenden, gesunken“, sagt Harald
Mayer, Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte und
ÖÄK-Vizepräsident. Er erinnert daran, dass gerade in den
Sommermonaten in Österreichs Spitälern der Bedarf an Blutkonserven
steigt: „Nicht nur urlaubsbedingt kommt es in unseren Krankenhäusern
immer wieder zu Blutengpässen. Der Bedarf an Blutkonserven ist im
Sommer durch die höhere Anzahl von Polytraumen höher, etwa aufgrund
von Verkehrs- und Freizeitunfällen“, sagt der ÖÄK-Vizepräsident.

Eine Blutspende ist grundsätzlich ab dem 18. Lebensjahr möglich,
vorausgesetzt das Körpergewicht beträgt mindestens 50 Kilogramm. Vor
einer Spende wird die gesundheitliche Eignung des Blutspenders
geprüft. „Die ausführliche Anamnese durch den Arzt und die
labormedizinische Untersuchung sind absolut notwendig, um die
Qualität des Blutes sicherzustellen und Risiken, etwa für
Infektionen, minimal zu halten“, sagt Mayer.

Die Geschichte der Bluttransfusion ist auch eng mit Österreich
verbunden: „Der Weltblutspendertag am 14. Juni fällt auf den
Geburtstag des Entdeckers der Blutgruppen, den österreichischen
Nobelpreisträger Karl Landsteiner. Gerade als Österreicher sollten
wir eigentlich Vorreiter im Blutspenden sein“, sagt Szekeres. Der
Weltblutspendetag wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation
(WHO), der Internationalen Organisation der Rotkreuz- und
Rothalbmondgesellschaften (IFRK), der Internationalen Gesellschaft
für Transfusionsmedizin (ISBT) und der Internationalen Föderation der
Blutspendeorganisationen (FIODS) koordiniert.

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