- 13.06.2019, 06:00:18
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Greenpeace-Marktcheck: Säfte sind kaum bio und selten fair
Greenpeace fordert eine bessere Kennzeichnung und mehr umweltfreundliche Produkte
Utl.: Greenpeace fordert eine bessere Kennzeichnung und mehr
umweltfreundliche Produkte =
Wien (OTS) - Für die warme Jahreszeit hat der Greenpeace-Marktcheck
Apfelsaft und Orangensaft in den österreichischen Supermärkten unter
die Lupe genommen. Die Ergebnisse des Tests sind ernüchternd: Es gibt
nur einige wenige Produkte in Bio-Qualität, fair produzierter
Orangensaft ist die Ausnahme. Mangelhaft ist auch die Kennzeichnung:
Im Schnitt steht nur bei 16 Prozent der Säfte in den getesteten
Supermärkten drauf, woher die Rohstoffe kommen. Die beste Note im
Test war daher auch nur ein „Befriedigend“ für die Supermärkte.
Testsieger bei Saft wird Interspar vor dem Tiroler Unternehmen
„MPreis“.
„In der Werbung für Fruchtgetränke gaukeln uns lachende Gesichter und
Obstbäume in unberührter Natur eine heile Welt vor. Die Produkte in
den Supermarktregalen werden dem meist nicht gerecht“, so Nunu
Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich. So
erfährt man in der Werbung nicht, dass für den konventionellen Saft
chemisch-synthetische Spritzmittel eingesetzt werden. Viel
umweltschonender produziert werden Bio-Säfte, die allerdings selten
im Regal zu finden sind. Bei Bio-Apfelsaft ist zumindest ein Produkt
fast überall erhältlich, Bio-Orangensaft gibt es nur in sechs von
neun Supermärkten. Das Fairtrade-Siegel findet man nur auf ganz
wenigen Orangensaft-Packungen, und zwar ausschließlich auf
konventionell produzierten Produkten. Fair produzierten
Bio-Orangensaft sucht man vergeblich - hier müssen sich die
KonsumentInnen zwischen bio und fair entscheiden.
Auch woher die Orangen oder Äpfel stammen, ist selten auf den
Produkten angegeben: Nur bei Bio-Produkten ist meist ersichtlich,
woher das Obst kommt. Bei herkömmlich hergestelltem Saft von Äpfeln
finden sich diese Infos nur auf wenigen Verpackungen, bei den
Getränken aus Orangen fast nie. „Die Getränkeregale in den
Supermärkten werden immer länger. Es ist erschreckend, dass die
Auswahl an empfehlenswerten Produkten trotzdem so winzig ist“, so
Kaller. Aus Sicht von Greenpeace braucht es weniger Produkte, mehr
Fokus auf umweltverträglichere Getränke und eine transparente
Kennzeichnung für Säfte.
Weitere Informationen
Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der
Greenpeace-Marktcheck das Sortiment des österreichischen
Einzelhandels unter die Lupe. Greenpeace veröffentlicht regelmäßig
ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Alle
Informationen finden Sie unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
Bildmaterial
finden Sie unter: http://bit.ly/2wqQMUb
Die Fotos stehen unter Angabe der Photo Credits (© Mitja Kobal /
Greenpeace) kostenlos zur Verfügung.
Die Tabelle
mit den Ergebnissen finden Sie unter: http://bit.ly/2XdimA7
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