FP-Klubobmann Hofer fordert NoVA-Übergangsregelung noch in laufender Legislaturperiode

Mehrbelastungen beim Autokauf schädigen Umwelt und Wirtschaft

Wien (OTS) - Ab dem 1. Jänner 2020 könnten Neufahrzeuge in Österreich empfindlich teurer werden. Hintergrund dafür ist eine Umstellung in der Berechnung der Normverbrauchsabgabe NoVA. Im Rahmen der Steuerreform hätte hier in einem Gesamtpaket eine aufkommensneutrale Reparatur der NoVA beschlossen werden sollen. Durch die vorgezogenen Neuwahlen liegt die Steuerreform auf Eis – und Autokäufer sowie Fahrzeughandel sind mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert: „Wenn jetzt keine Maßnahmen gesetzt werden, sind Autos ab Jahresbeginn 2020 empfindlich teurer. Die Folgen wären schlimm: Die Menschen schieben den Autokauf nach hinten und fahren weiter mit ihren alten Fahrzeugen. Das wiederum belastet die Umwelt“, warnt der designierte FPÖ-Parteiobmann und Klubobmann Norbert Hofer. Er schlägt daher vor, noch in dieser Legislaturperiode eine Übergangsregelung zu verabschieden, die garantiert, dass es zu keiner Mehrbelastung für Kunden und keinen Mehreinnahmen für den Staat komme, so Hofer.

Hintergrund: Ein Auto, unterschiedliche Messwerte

Im Vorjahr wurde mit WLTP ein neuer Messzyklus eingeführt. Der neue Test sieht einen veränderten Fahrzyklus und strengere Prüfvorgaben vor, zu denen unter anderem eine längere Zeitspanne für die Messung und eine angehobene Höchstgeschwindigkeit gehören. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beim WLTP-Verfahren liegt mit ca. 47 km/h um 14 km/h höher als beim WLTP-Test. Auch die Streckenlänge hat sich mit 23 statt 11 Kilometern mehr als verdoppelt. Mit dem neuen Prüfzyklus sollte ein realistischeres Fahrverhalten simuliert werden. An dessen Ende stehen höhere Verbräuche, was sich nun eben auch in einer höheren NoVA widerspiegelt. „Durch diese Umstellung haben wir den Fall, dass dasselbe Fahrzeug bei erstmaliger Anmeldung ab 1. Jänner 2020 um bis zu 2.000 Euro teurer ist als bis zum 31. Dezember 2019. Das ist nicht nachvollziehbar“, bringt es FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer auf den Punkt, der zudem anmerkt, dass es nicht möglich ist, die Emissionen eines Fahrzeuges genau zu berechnen. „Es hängt immer auch von der Fahrweise ab. Wer rasant fährt und beschleunigt, verbraucht mehr Sprit und hat einen höheren CO2-Ausstoss.“

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