• 23.05.2019, 22:00:16
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  • OTS0214

Oö. Volksblatt: "Aufarbeitung" (von Herbert SCHICHO)

Ausgabe vom 24. Mai 2019

Utl.: Ausgabe vom 24. Mai 2019 =

Linz (OTS) - In der deutschen Bundesliga und auch offensichtlich in
der österreichischen Innenpolitik gibt es nun den Videobeweis. Und
eines kann man schon sagen: Was die beiden blauen Spielmacher in
Ibiza zeigten, ist ganz klar eine rote Karte, samt lebenslanger
Sperre und selbstverständlich ist auch der Verein, sprich die FPÖ,
gefordert. Und nicht nur sie: Die „betrunkenen Prahlereien“ des
Ex-FPÖ-Chefs kann man nicht akzeptieren. Schnellschüsse sind trotz
dieses schweren Fouls an Wählern und Politik aber nicht angebracht.
Konkret: Selbstverständlich sind die Gesetzesumgehungsfantasien bei
der Parteienfinanzierung des HC abstoßend, aber deswegen braucht man
nicht unbedingt die Möglichkeit zu verbieten, legal und transparent
zu spenden. Und auch der Verkauf von Eigentum der Republik oder
staatliche Auftragsvergaben müssen möglich sein. Wenn man aber
Österreichs Interessen verkauft oder Aufträge unter der Hand vergibt,
wie es der HC versprach, dann beginnt es zu stinken – und das
gewaltig. Im Sprichwort heißt es, dass der Fisch am Kopf zu stinken
beginnt. Trotzdem reicht es nicht, den Kopf zu entfernen, damit man
den Fisch gefahrlos genießen kann. Die ersten Personalentscheidungen
lassen aber keine echte Aufarbeitung bei der FPÖ vermuten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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