- 21.05.2019, 09:10:56
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Caritas: Hungerkrise nach Sturmkatastrophen in Mosambik
Schweifer: „Frauen, Männer, Kinder essen vor lauter Hunger und Verzweiflung Saatgut! Die Menschen brauchen jetzt dringend Lebensmittelhilfe!“
Utl.: Schweifer: „Frauen, Männer, Kinder essen vor lauter Hunger und
Verzweiflung Saatgut! Die Menschen brauchen jetzt dringend
Lebensmittelhilfe!“ =
Wien (OTS) - Fotolink: https://bit.ly/2GzA9KF
Caritas Katastrophenhelfer Andreas Wenzel ist in Mosambik telefonisch
erreichbar und steht für Interviews zu Verfügung.
„Wir sehen Kinder, die herumirren und nichts zu essen haben, Frauen,
Männer, die aus Hunger und Verzweiflung das Saatgut essen, mit dem
sie eigentlich ihre Felder bestellen sollen“, berichtet Caritas
Katastrophenhelfer Andreas Wenzel. „Das Ausmaß der Zerstörung durch
die Wirbelstürme und die Wassermassen ist enorm. Trotz der
Anstrengung von allen hier in Mosambik in der Nothilfe, folgt jetzt
auf die Naturkatastrophe die Hungerkatastrophe. Wir müssen dringend
Lebensmittel verteilen, der Wiederaufbau von zerstörten Gebäuden ist
immer noch zweitrangig. Nothilfe ist das Gebot der Stunde, sie rettet
Menschenleben.“
Hungerkrise folgt auf Sturmkatastrophen
Innerhalb von nur zwei Monaten wurde das südliche Afrika gleich von
zwei Sturmkatastrophen heimgesucht: Zunächst tötete Zyklon Idai 1.000
Menschen und machte Hunderttausende Menschen obdachlos. Betroffen
waren die Länder Mosambik, Zimbabwe und Malawi. Danach setzte
Wirbelsturm Kenneth und die nachfolgenden Regenfälle erneut weite
Landstriche unter Wasser, vor allem wieder in Mosambik.
Der Hunger ist derzeit auch laut Berichten der Vereinten Nationen die
größte Bedrohung für die so schwer getroffenen Menschen in Mosambik.
Die Menschen stehen vor dem Nichts, Ernte und Saatgut für die nächste
Aussaat wurden komplett zerstört: 715.000 Hektar landwirtschaftlicher
Nutzfläche wurden vernichtet. Über eine Million Menschen sind daher
zwingend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Besonders betroffen sind
Menschen in abgelegenen Gebieten, wo Hilfslieferungen nur schwer
ankommen.
„In entlegenen Gebieten Mosambiks, wie etwa rund um Estaquinha, haben
die Menschen seit Wochen nichts zu essen“, berichtet Caritas
Katastrophenhelfer Andreas Wenzel: „Für ein Land, in dem die Menschen
zu 74 Prozent von kleinbäuerlicher Landwirtschaft leben und
unmittelbar davon abhängig sind, ist die Zerstörung der Felder eine
Katastrophe. Besonders für Kleinkinder ist die Situation extrem
bedrohlich: Es ist zu befürchten, dass in den nächsten Monaten
Tausende Kinder akut an Unterernährung leiden. Und das in Mosambik,
wo jetzt schon 41 Prozent aller Kinder permanent Hunger haben!“
Cholera und Malaria
Die Folgen der Naturkatastrophen für die Menschen im südlichen Afrika
sind enorm: Die Anzahl an Malaria- und Cholera-Erkrankungen in
Mosambik ist rapid gestiegen: Insgesamt sind bisher rund 7.000
Menschen an Cholera erkrankt. Und allein in der Provinz Sofala wurden
mehr als 20.000 neue Malaria-PatientInnen registriert.
So hilft die Caritas vor Ort
Gemeinsam mit Partnerorganisationen leistet die Caritas Hilfe vor
Ort. Mit der Unterstützung von den Österreichischen Spenderinnen und
Spender, auch durch die Aktion Nachbar in Not, hat die Caritas
Österreich bereits über 800.000 Euro für Soforthilfe und für erste
Schritte in Richtung Rehabilitierung für die betroffenen Regionen zur
Verfügung gestellt. Über 45.000 Menschen kann die Caritas Österreich
mit ihren Partnern in Mosambik konkret unterstützen.
„Wenn ein so armes Land wie Mosambik zweimal innerhalb kurzer Zeit so
schwer getroffen wird, braucht es auch viel Hilfe“, so Caritas
Auslandshilfe Generalsekretär Christoph Schweifer. „Schon jetzt ein
herzliches Dankeschön an die österreichischen Spenderinnen und
Spender, die bereits bisher so großartig mitgeholfen haben. Dennoch
muss ich Sie heute erneut um Ihre wichtige Unterstützung bitten.
Danke!“
Die Caritas bittet dringend um Spenden für die Nothilfe in
Mosambik:
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