• 16.05.2019, 09:04:38
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ÖÄK-Szekeres: Krankenkassen sind keine Sparvereine

Dass die Kassen im vergangenen Jahr Gewinne angehäuft haben, obwohl Investitionen in die Versorgung dringend nötig sind, sei nicht nachvollziehbar, so der ÖÄK-Präsident.

Utl.: Dass die Kassen im vergangenen Jahr Gewinne angehäuft haben,
obwohl Investitionen in die Versorgung dringend nötig sind,
sei nicht nachvollziehbar, so der ÖÄK-Präsident. =

Wien (OTS) - Mit Verwunderung reagiert Thomas Szekeres, Präsident der
Österreichischen Ärztekammer, auf die Prognose des Hauptverbandes der
Sozialversicherungsträger, wonach 2018 ein Überschuss von 111
Millionen Euro ausgewiesen wird. „Krankenkassen sind nicht dazu da,
Versicherungsgelder zu horten und noch höhere Rücklagen zu bilden,
sondern sollen sicherstellen, dass allen Patientinnen und Patienten
der Zugang zu Spitzenmedizin offen steht“, so Szekeres.

Gerade in Zeiten des Ärztemangels und anderer drängender
Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung fehle es an allen
Ecken und Enden an Investitionen. „Das beginnt bei der Entlastung
unserer überfüllten Ambulanzen und des ausbildenden Personals, geht
weiter über die dringend nötige Attraktivierung der Kassenstellen für
Allgemeinmedizin bis hin zu Ausgaben für Prävention – überall gäbe es
sinnvollere Anwendungen für diese Geldmittel, als weiter Rücklagen
anzuhäufen“, sagt der ÖÄK-Präsident.

Daran könne auch der Hinweis auf ein zu erwartendes
Krankenkassen-Bilanzdefizit für 2019 nichts ändern. Schon in den
vergangenen Jahren hätten die Kassen zwischenzeitlich ein Minus
prognostiziert – unter dem Strich stand dann dennoch jeweils ein
teils deutliches Plus, erinnert Szekeres.

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