• 09.05.2019, 09:09:01
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  • OTS0023

Komplexe Aufsichtsregeln im Visier von OeNB-Konferenz

Makroprudenzielle Konferenz der OeNB zu „Financial stability in 2030: Maintaining effectiveness while reducing complexity”

Utl.: Makroprudenzielle Konferenz der OeNB zu „Financial stability
in 2030: Maintaining effectiveness while reducing complexity” =

Wien (OTS) - Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) widmet eine
Makroprudenzielle Konferenz der Zukunft der Finanzstabilität in der
EU. Dabei soll eine langfristige Vision für das Jahr 2030 entwickelt
werden. Nationale und internationale politische Entscheidungsträger
und Entscheidungsträgerinnen stehen vor dem Zielkonflikt, die
Komplexität des Regulierungsrahmens reduzieren zu müssen und dabei
gleichzeitig die Wahrung der Finanzstabilität zu garantieren. Vor
diesem Hintergrund diskutieren heute im Palais Coburg hochrangige
Experten und Expertinnen aus Finanz, Politik und Wissenschaft, was
die Treiber für die wachsende Komplexität sind und wie diese
eingedämmt werden können.

Die Kosten der Finanzkrise waren in allen größeren Volkswirtschaften
hoch, am höchsten aber in der europäischen Wirtschafts- und
Währungsunion (WWU). Durch eine Verbesserung des Rahmenwerks für die
Finanzmarktstabilität konnte die WWU in den letzten Jahren zwar
gefestigt werden, zugleich trat aber das Problem der regulatorischen
Komplexität verstärkt in den Vordergrund. „Wir brauchen Maßnahmen,
die diesen Zielkonflikt aktiv angehen. Die Finanzregulierung sollte
mittelfristig weniger komplex sein, ohne dabei das Systemrisiko zu
erhöhen“, so OeNB-Vize-Gouverneur Andreas Ittner. Im Fokus der
heutigen Konferenz stehen dabei Vorschläge für eine Neuordnung der
Anreizstruktur im Finanzsystem.

Aus Sicht von Andreas Ittner ist die Korrektur von Fehlanreizen für
Banken einer der effizientesten Beiträge, um die Komplexität im
Regelwerk zu verringern. Solide makroprudenzielle Kapitalpuffer, ein
robustes Einlagensicherungssystem und gute Abwicklungsplanung sind
Voraussetzung dafür, dass die Auswirkungen des Marktaustritts einer
scheiternden Bank auf das Finanzsystem und die Realwirtschaft
deutlich reduziert werden. „In der Folge könnte die Regulierung
erheblich vereinfacht werden“, betont Vize-Gouverneur Ittner in
seiner Rede. „Wir brauchen für eine erfolgreiche Reform eine
EU-Initiative, die das Problem nachhaltig angeht“, fordert Andreas
Ittner.

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