Bundesschulsprecher ad Zentralmatura: “Schwierige Jahrgänge soll es zukünftig nicht mehr geben.”

Um Zentralmatura gerecht und vergleichbar zu machen, benötigt es einheitliche Hilfsmittel und Kontinuität der Schwierigkeitsgrade über Jahre

Wien (OTS) - Anlässlich der bevorstehenden Zentralmatura fordern Bundesschulsprecher Timo Steyer und Bundesobmann der Schülerunion, Tobias Hofstätter, mehr Kontinuität bei dem Schwierigkeitsgrad der Zentralmatura. Auch ein einheitlicher Zugang zu Hilfsmittel soll zukünftig geschaffen werden. Dies sei notwendig, um einerseits Fairness für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen und andererseits eine Vergleichbarkeit verschiedener Jahrgänge und Schultypen gewährleisten zu können.

“Es ist schlicht und einfach nicht gerecht gegenüber den Schülerinnen und Schülern, dass die Schwierigkeitsgrade der Zentralmatura von Jahr zu Jahr so stark variieren. Das Maturazeugnis ist immerhin das Aushängeschild der gesamten schulischen Karriere und sollte das tatsächliche Können so gut wie möglich widerspiegeln. Das ist momentan noch nicht der Fall. Ein Jahrgang mit eher leichten Aufgabenstellungen ist der Grund für eine gute Note und ein schwieriger Jahrgang Grund für eine schlechte Note - das eigentliche Können kann nicht mehr erkannt werden. Damit verliert dieses Zeugnis an Aussagekraft - als zukünftige Arbeitskraft wird man jedoch trotzdem daran gemessen. Schwierige oder leichte Jahrgänge darf es zukünftig nicht mehr geben”, so der Bundesschulsprecher.

Tobias Hofstätter fordert zusätzlich dazu eine einheitlichen Zugang zu Hilfsmitteln: “Wenn an einer Schule die Deutsch Matura am Laptop mit Rechtschreibprüfung und an einer anderen Schule mit Füllfeder und Tintenkiller geschrieben wird, dann ist das ebenfalls nicht gerecht oder vergleichbar. Das gilt jedoch nicht nur für Deutsch, auch in Mathematik und Fremdsprachen gibt es große Differenzen was die Hilfsmittel anbelangt. In Mathematik werden einerseits Rechenprogramme angewandt, die Gleichungssysteme innerhalb von wenigen Sekunden lösen und 3D-Darstellungen zeichnen können. Andererseits gibt es Schülerinnen und Schüler, die die Matura mit Hilfe eines Taschenrechners lösen müssen. Hier muss eine echte Zentralisierung geschaffen werden.”

Steyer abschließend: “Es freut mich sehr, dass auch nach den Prüfungen wieder ein Evaluierungsprozess gestartet wird. Durch die jüngsten Reformen der Zentralmatura aus unserer Initiative heraus wurde schon ein großer Schritt für die Schülerinnen und Schüler getan. Die bessere Textverständlichkeit, die Veränderung der Punktevergabe und die Flexibilisierung des Zeitmanagements sind Änderungen, die wirklich jede Schülerin und jeden Schüler betreffen und eine echte Verbesserung bewirken. Da ich dieses Jahr auch selbst die Matura schreibe, bin ich schon gespannt, wie sich die Änderungen tatsächlich auswirken. ”

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 22 von 29 Mandaten stellt. Der Bundesschulsprecher Timo Steyer kommt ebenfalls von der Schülerunion.

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