- 03.05.2019, 11:16:36
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Bundesschulsprecher ad Zentralmatura: “Schwierige Jahrgänge soll es zukünftig nicht mehr geben.”
Um Zentralmatura gerecht und vergleichbar zu machen, benötigt es einheitliche Hilfsmittel und Kontinuität der Schwierigkeitsgrade über Jahre
Utl.: Um Zentralmatura gerecht und vergleichbar zu machen, benötigt
es einheitliche Hilfsmittel und Kontinuität der
Schwierigkeitsgrade über Jahre =
Wien (OTS) - Anlässlich der bevorstehenden Zentralmatura fordern
Bundesschulsprecher Timo Steyer und Bundesobmann der Schülerunion,
Tobias Hofstätter, mehr Kontinuität bei dem Schwierigkeitsgrad der
Zentralmatura. Auch ein einheitlicher Zugang zu Hilfsmittel soll
zukünftig geschaffen werden. Dies sei notwendig, um einerseits
Fairness für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen und
andererseits eine Vergleichbarkeit verschiedener Jahrgänge und
Schultypen gewährleisten zu können.
“Es ist schlicht und einfach nicht gerecht gegenüber den Schülerinnen
und Schülern, dass die Schwierigkeitsgrade der Zentralmatura von Jahr
zu Jahr so stark variieren. Das Maturazeugnis ist immerhin das
Aushängeschild der gesamten schulischen Karriere und sollte das
tatsächliche Können so gut wie möglich widerspiegeln. Das ist
momentan noch nicht der Fall. Ein Jahrgang mit eher leichten
Aufgabenstellungen ist der Grund für eine gute Note und ein
schwieriger Jahrgang Grund für eine schlechte Note - das eigentliche
Können kann nicht mehr erkannt werden. Damit verliert dieses Zeugnis
an Aussagekraft - als zukünftige Arbeitskraft wird man jedoch
trotzdem daran gemessen. Schwierige oder leichte Jahrgänge darf es
zukünftig nicht mehr geben”, so der Bundesschulsprecher.
Tobias Hofstätter fordert zusätzlich dazu eine einheitlichen Zugang
zu Hilfsmitteln: “Wenn an einer Schule die Deutsch Matura am Laptop
mit Rechtschreibprüfung und an einer anderen Schule mit Füllfeder und
Tintenkiller geschrieben wird, dann ist das ebenfalls nicht gerecht
oder vergleichbar. Das gilt jedoch nicht nur für Deutsch, auch in
Mathematik und Fremdsprachen gibt es große Differenzen was die
Hilfsmittel anbelangt. In Mathematik werden einerseits
Rechenprogramme angewandt, die Gleichungssysteme innerhalb von
wenigen Sekunden lösen und 3D-Darstellungen zeichnen können.
Andererseits gibt es Schülerinnen und Schüler, die die Matura mit
Hilfe eines Taschenrechners lösen müssen. Hier muss eine echte
Zentralisierung geschaffen werden.”
Steyer abschließend: “Es freut mich sehr, dass auch nach den
Prüfungen wieder ein Evaluierungsprozess gestartet wird. Durch die
jüngsten Reformen der Zentralmatura aus unserer Initiative heraus
wurde schon ein großer Schritt für die Schülerinnen und Schüler
getan. Die bessere Textverständlichkeit, die Veränderung der
Punktevergabe und die Flexibilisierung des Zeitmanagements sind
Änderungen, die wirklich jede Schülerin und jeden Schüler betreffen
und eine echte Verbesserung bewirken. Da ich dieses Jahr auch selbst
die Matura schreibe, bin ich schon gespannt, wie sich die Änderungen
tatsächlich auswirken. ”
Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte
Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder
ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie
zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt
sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber
hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung
(BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 22 von 29 Mandaten stellt.
Der Bundesschulsprecher Timo Steyer kommt ebenfalls von der
Schülerunion.
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