- 03.05.2019, 10:02:40
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VÖS-Obmann Lederhilger: Österreichs Schweinehaltung folgt hohen Standards
Reaktion auf das VGT-Campaigning gegen heimische Schweinebauern
Utl.: Reaktion auf das VGT-Campaigning gegen heimische
Schweinebauern =
Wien (OTS) - "Die österreichische Schweinehaltung wegen der Nutzung
von Vollspaltenböden als Schlusslicht in Europa darzustellen, ist
absolut nicht nachvollziehbar und falsch. Bei der Bewertung von
Produktionssystemen muss ein ganzheitliches Bild gezeigt werden. So
sind die heimischen Regelungen nicht erst seit der Novellierung der
1. Tierhaltungsverordnung wesentlich strenger als in vielen anderen
EU-Ländern. Auch das verpflichtende Angebot von organischem
Beschäftigungsmaterial ist hier zu nennen", so Walter Lederhilger,
Obmann des Verbandes Österreichischer Schweinebauern (VÖS).
Heimische Schweinebauern gehen ihren Weg konsequent weiter
"Wenn von bestimmten Gruppen Schweden als Musterbeispiel für
Schweinehaltung dargestellt wird, so muss man auch erwähnen, dass das
Land seit dessen EU-Beitritt einen Großteil seiner Schweineproduktion
verloren hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass den dortigen
Produzenten aufgrund der sehr hohen Standards die
Wettbewerbsfähigkeit genommen wurde. Das Land ist mittlerweile zu
einem Importeur von Schweinefleisch - und damit auch von weniger
Tierschutz - geworden. Das kann für Österreich niemand wollen",
erklärt Lederhilger.
"Der österreichische Weg ist wesentlich zukunftsfähiger. Im
Zusammenspiel mit den hohen Tierschutz- und Produktionsrichtlinien
und im Rahmen einer Vielzahl kontrollierter Qualitätsprogramme werden
von den heimischen Bäuerinnen und Bauern Produkte erzeugt, die hohen
Standards und vielfältigen Ansprüchen gerecht werden - so sind
beispielsweise Produkte aus Strohhaltung längst im Lebensmittelhandel
verfügbar. Auch in der tierärztlichen Betreuung der heimischen
Nutztiere herrschen sehr strenge Regeln, viele Betriebe sind
Mitglieder beim Tiergesundheitsdienst mit ständiger tierärztlicher
Begleitung und Qualitätssicherung. Unsere Strategie - nämlich die
Einhaltung hoher Standards sowie die Erzeugung hoher Qualität bei
gleichzeitigem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit - hat sich bewährt,
und Österreich kann sich bei Schweinefleisch nach wie vor selbst
versorgen. Diesen Weg werden wir weiterverfolgen", erläutert der
VÖS-Obmann.
Haltungssysteme ganzheitlich betrachten
"Es gibt gute Gründe dafür, dass Schweine auf perforierten Böden
gehalten werden. Urin kann besser abfließen und Kot wird
durchgetreten, sodass Bodenfläche und Tiere trocken und weitgehend
sauber bleiben. Dadurch lässt sich auch eine geringere
Ammoniakbelastung im Stall erzielen. Bei hohen Temperaturen im Sommer
verschaffen perforierte Betonböden ohne Einstreu den Schweinen auch
Kühlung, da die Tiere nicht schwitzen können. Es sei auch erwähnt,
dass die Verwendung von Einstreu hygienische Risiken wie erhöhte
Keimbelastung, Pilz- und Schimmelgifte, Staub oder Parasiten mit sich
bringen kann", erklärt Lederhilger, selbst Schweinebauer aus
Oberösterreich, abschließend.
(Schluss)
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