- 27.03.2019, 10:25:47
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Szekeres: Pflege ist eine der größten Herausforderung der nächsten Jahre
Pflegegipfel der Wiener Ärztekammer - Im Jahr 2030 werden in etwa eine Million Österreicherinnen und Österreicher pflegebedürftig sein
Utl.: Pflegegipfel der Wiener Ärztekammer - Im Jahr 2030 werden in
etwa eine Million Österreicherinnen und Österreicher
pflegebedürftig sein =
Wien (OTS) - „Unsere Lebenserwartung steigt - die Menschheit wird
statistisch gesehen alle zwei Jahre um drei Monate älter - und der
Fortschritt in der Medizin trägt dazu entscheidend bei. Diese
Entwicklung stellt uns bereits jetzt vor große Herausforderungen bei
der Betreuung unserer älteren Mitbürger und wird es in Zukunft noch
verstärkt tun“, betonte Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres heute,
Mittwoch, beim Ersten Österreichischen Geriatriegipfel in Wien. ****
Alleine in Österreich werde die Zahl der pflegebedürftigen
Personen im Jahr 2030 bei ungefähr einer Million Menschen liegen.
880.000 Österreicherinnen und Österreicher werden nach heutigen
statistischen Prognosen dann mehr als 80 Jahre alt sein. Szekeres:
„Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre
werden sich aus diesen Gründen um die Themen Pflege und Betreuung im
Alter, Altern in Würde sowie um den Umgang mit chronischen
Alterserkrankungen wie Demenz drehen.“ Schon jetzt sind 30 Prozent
aller Pflegefälle dement oder haben demenzielle Symptome.
„Neben den diesbezüglichen ethischen, sozialpolitischen und
versorgungstechnischen Aspekten ist die Frage der Finanzierung des
zunehmenden Aufwands in allen Bereichen der Pflege eine essenzielle
Frage, der sich vor allem die Politik stellen muss“, so Szekeres.
Schon jetzt werden in Österreich jährlich mehr als vier Milliarden
Euro für pflegebedürftige Menschen ausgegeben - nicht einberechnet
sind dabei jedoch die Aufwendungen für jene ungefähr eine Million
Österreicherinnen und Österreicher, die von Angehörigen privat
gepflegt werden. Eine Prognose des Österreichischen Instituts für
Wirtschaftsforschung (WIFO) geht davon aus, dass die Aufwendungen für
Pflege bis zum Jahr 2030 um mehr als 300 Prozent zulegen werden.
Hochkarätige Expertenpanels
Über diese Themen sowie über ethisch-moralische Fragestellungen in
Medizin und Forschung beziehungsweise über Aspekte in der
Palliativmedizin wurde am Ersten Österreichischen Geriatriegipfel der
Wiener Ärztekammer in mehreren Diskussionpanels debattiert. Unter den
Keynote-Speakern und Podiumsgästen waren neben den beiden
Vizepräsidenten der Wiener Ärztekammer, Johannes Steinhart und
Wolfgang Weismüller, unter anderem auch der Wiener
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, die Präsidentin der
Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Regina
Roller-Wirnsberger, der Philosoph und Ethiker Peter Kampits, die
Direktorin der Diakonie Österreich, Maria Katharina Moser, sowie
Gottfried Haber von der Donau-Universität Krems. (bs)
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