Vergaben: Wiener Unternehmen in den Fokus rücken

SWV-Wien-Strobl: Neben Sozial- und Umweltkriterien soll auch geographische Nähe eine Rolle bei öffentlichen Aufträgen spielen

Wien (OTS/SWV Wien) - "Öffentliche Aufträge sind ein wichtiges Instrument, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Dazu müssen sie vor allem für Klein- und Mittelbetriebe leicht zugänglich und erreichbar sein", sagt Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Wien (SWV Wien), und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien. "Um das zu erreichen, sollen Wiener Klein- und Mittelbetriebe bei Vergaben der Stadt Wien noch stärker in den Fokus rücken. Das ist auch aus ökologischer Sicht notwendig", zeigt sich Strobl sehr erfreut über die Ankündigungen des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig bei der Klubtagung.

Bei öffentlichen Aufträgen wird neben bestimmten Sozial- und Umweltkriterien damit auch die geographische Nähe stärker berücksichtigt. "Bei öffentlichen Vergaben soll die geographische Nähe eines Betriebes zum Auftragsort eine Rolle spielen. Das würde in Wien gerade den Klein- und Mittelbetrieben die Chance geben, ihre Auftragsbücher auszulasten", betont der Präsident des SWV Wien.

Mit der Berücksichtigung der geographischen Nähe wurde auch ein Vorschlag des SWV Wien aufgegriffen. "Uns geht es darum, dass alle Spielräume des EU-Rechts genutzt werden, damit mehr Wiener Unternehmen öffentliche Aufträge erhalten. Das stärkt die gesamte Wirtschaft, macht es aber auch möglich, lokale Anbieter gezielt zu fördern. Aus ökologischer Sicht ist es völlig absurd, dass Unternehmen oftmals weit fahren, um einen Auftrag auszuführen, obwohl es in der Nähe einen geeigneten Anbieter gegeben hätte", begründet Katharina Schinner, Geschäftsführerin des SWV Wien, die Forderung.

Damit die Maßnahme wirkt, sollten öffentliche Ausschreibungen so gestaltet werden, dass sich vor allem Klein- und Mittelbetriebe beteiligen können. "Bei Ausschreibungen sollte vor allem auf die Wiener Klein- und Mittelbetriebe Bedacht genommen werden. Schließlich sind sie es, die in den Standort investieren", so Schinner abschließend.

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