- 11.03.2019, 19:49:13
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Oö. Volksblatt: "Grundstimmung" (von Markus EBERT)
Ausgabe vom 12. März 2019
Utl.: Ausgabe vom 12. März 2019 =
Linz (OTS) - Irgendwie konnte sich (fast) jede Bundespartei über den
Ausgang der Salzburger Kommunalwahlen freuen. Die SPÖ etwa tröstete
sich über das Desaster in der Landeshauptstadt — erstmals seit 1945
ging dort Platz 1 verloren — damit hinweg, dass das
Gesamtwahlergebnis von 2014 gehalten werden konnte. Die FPÖ wiederum
konnte einen freiheitlichen Bürgermeister (in Radtstadt) bejubeln,
und die Grünen bauen sich daran auf, dass sie in der Stadt Salzburg
leicht zulegen konnten. Nur der pinke Himmel hing nicht voller
Geigen, immerhin wurde man fast halbiert.
Sehr dezent fiel, gemessen am Wahlergebnis, der Jubel der ÖVP aus.
Man erfreute sich am „großartigen Ergebnis“ in der Stadt Salzburg und
fühlt „Rückenwind für die kommenden Wahlgänge“ — auch wenn es sich
bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen um ein „lokales
Ereignis“ gehandelt habe, wie Generalsekretär Karl Nehammer betonte.
Aber auch wenn bei solchen Urnengängen lokale Faktoren für den
Wahlausgang bestimmend sind, kann ein bundespolitischer Aspekt nie
gänzlich außen vor gehalten werden. Früher hieß es oft: Kein
Gegenwind aus Wien ist auch schon Rückenwind. In Salzburg ist es
offenbar gelungen, die positive Grundstimmung auf die Gemeindeebene
zu übertragen.
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