#wirtun: Caritas und Doris Schmidauer starten Crowdfunding-Kampagne für Frauen in Krisensituationen

Schmidauer und weitere Prominente bitten im Vorfeld des Weltfrauentags um Spenden für obdachlose, von Armut und Gewalt betroffene Frauen. Start Pilotprojekt gegen Gewalt an Frauen

Wien (OTS) - Vor genau einem Jahr rief die Caritas gemeinsam mit Doris Schmidauer die Aktion #wirtun ins Leben. Es ist ein Hilfsfonds für Frauen in akuten Krisensituationen in ganz Österreich. „Es geht um Mütter und ihre Kinder, die ein Dach über dem Kopf benötigen und um Frauen, die in prekären und von Gewalt geprägten Zweckgemeinschaften leben“, betonte Claudia Amsz, Leiterin mehrerer Mutter-Kind-Häuser der Caritas in Wien am Mittwoch im Vorfeld des internationalen Weltfrauentages. „Wir helfen Sexarbeiterinnen ebenso wie Frauen, die ganz allgemein von Armut betroffen sind. #wirtun hat dabei ein ganz zentrales Ziel: Mehr Hilfe und weniger Wartelisten.“ Gemeinsam mit Doris Schmidauer und Veronica P., Bewohnerin eines Mutter-Kind-Hauses in Wien, zog Amsz in den Räumlichkeiten des Wiener Burgtheaters nach einem Jahr #wirtun Bilanz: „Wir haben im Vorjahr unglaubliche 300.000 Euro für Frauen in Not gesammelt. Gemeinsam konnten wir die Lebenssituation von vielen Frauen deutlich verbessern. In den Sozialberatungsstellen in ganz Österreich wurden so allein im Vorjahr mehr als 16.800 Frauen direkt unterstützt. In Klagenfurt begleitet die Caritas Opfer von Prostitution und Menschenhandel. In der Steiermark und in Wien bieten wir Tageszentren und Notquartiere für obdachlose Frauen. Und in Wien, St. Pölten, im Burgenland und an anderen Orten mehr führen wir insgesamt 12 Mutter-Kind-Häuser. Diese Hilfe ist auch dank #wirtun möglich. Klar ist aber auch: Es bleibt weiterhin viel zu tun. Denn die Nachfrage in den unterschiedlichen Häusern ist größer als das Angebot.“

511.000 Frauen in ganz Österreich sind einkommensarm

Doris Schmidauer, Schirmfrau der Aktion #wirtun, betonte: „Aus einer Aktion wurde im vergangenen Jahr eine breite Bewegung. Wie wichtig dieses Engagement ist, machten nicht zuletzt die jüngsten Gewaltvorfälle gegen Frauen deutlich. Frauen sind auch im Jahr 2019 noch überdurchschnittlich stark von Gewalt bedroht. Gerade auch dann, wenn sie ein Leben auf der Straße führen oder von versteckter Wohnungslosigkeit betroffen sind. Knapp 511.000 Frauen sind einkommensarm. Frauen verdienen weniger als Männer und sie erhalten niedrigere Pensionen. Ein Blick in die Unterkünfte und Angebote der Caritas macht deutlich: Armut ist weiblich. Diese Diagnose ist Auftrag für uns alle, uns noch stärker für Frauen in Krisensituationen einzusetzen.“ Veronica P., selbst Mutter eines kleinen Sohnes und Bewohnerin im Mutter-Kind-Haus der Caritas sagte: „Aktionen wie #wirtun machen Frauen Mut. Sie schärfen das Bewusstsein auf ihr Recht auf Selbstbestimmung. Ich möchte an jede Frau in Not appellieren, mutig zu sein und Hilfe in Anspruch zu nehmen.“

Crowdfunding-Aktion auf www.respekt.net und Anti-Gewalt-Pilotprojekt starten

Im kommenden Jahr geht #wirtun jedenfalls in die Verlängerung. „Wir wollen die Spendensumme aus dem Vorjahr zumindest wieder erreichen“, so Amsz. Zahlreiche Aktionen sind bereits geplant, erste Unterstützungserklärungen sind bereits eingegangen. Noch am Mittwoch startet eine breite Crowdfundingkampagne auf der Plattform www.respekt.net, bei der in den nächsten Wochen und Monaten Geld für 1.000 Notquartiersübernachtungen für Frauen in Not gesammelt werden soll. „Darüber hinaus startet die Caritas in Niederösterreich und im Burgenland in Kooperation mit dem Land NÖ und dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres auch ein Pilotprojekt zur Sensibilisierung gegen Gewalt an Frauen“, betonte Amsz. „Das Peer-Pilotprojekt STAR*K hat zum Ziel, junge Frauen und Männer zu schulen und sie zu starken BotschafterInnen gegen Gewalt an Frauen zu machen. Auch hier geht es um: Mehr Hilfe und mehr Selbstbestimmung!“

www.wir-tun.at

Kontonummer:
Erste Bank
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560
Spendenzweck: wirtun

UnterstützerInnen von #wirtun

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